„Im trüben Zwielicht kann man Sehen

Die neuen Mongolenkrieger mit Bomben in den Köchern

Aber greifen sie an, so ertönt die Alarmglocke

Und es wird Kämpfer geben übergenug

Für eine neue Schlacht von Kulikowo.“

So schrieb der sowjetische Dichter Jewgenij Jewtuschenko nach den Grenzgefechten am Ussuri im Frühjahr 1969. Chinesen werden hier mit Mongolen gleichgesetzt. Die kommunistische Ideologie fordert zwar die Gleichheit der Rassen und die Beseitigung des Chauvinismus, aber „der Schrecken und der Haß der Russen gegenüber den Völkern mit gelber Hautfarbe und Schlitzaugen sitzen zu tief, als daß sie sich verbergen ließen“. Dieser Rassismus ist einer der wesentlichen Faktoren in der Lagebeurteilung von

Harrison E. Salisbury: „Krieg zwischen Rußland und China“; aus dem Amerikanischen von Helmut Lindemann und Hansheinz Werner; S. Fischer Verlag, Frankfurt 1970; 206 Seiten, 16,– DM.