Als ich das Spiel erhielt, spielte ich es sofort aus seiner Verpackung heraus. Es waren Karten, auf denen Bruchstücke von Sätzen standen. Und was ich da, von ungefähr und ohne eigenes Hinzutun, häkelte, war Lyrik:

Nach der verlorenen Zeit tanzt kunstvoll verjüngt aus enttäuschter Liebe das alte Mütterchen.

Im Stil der Zeit hascht unter falschem Namen eine einflußreiche Dame trotz der Spötter einer Seifenblase nach.

Ein Wanderprediger mordet mit erhobenem Zeigefinger im Namen der Menschheit.

Auf Seitenwegen errötet die Madonna und betrügt die Frau der Zukunft, wenn die anderen arbeiten.

Ein Proletarier stirbt, um auch das zu kennen, ohne Erfahrung.

Und so weiter – einen ganzen Tisch voll. Ein bißchen viel Rilke dabei. Aber auch Trakl, und, wenn man will, Enzensberger, Rühmkorf, Handke, ja sogar Mao. Spaß macht das Spiel auf jeden Fall. Wilhelm Deinert, der Autor, hat für sein geistreiches Spiel eine ganze Serie von Spielmöglichkeiten entwickelt, eine immer besser als die andere. Und er definiert dies so: