Argenta wird Ivera

Der von der Kapitalfonds – Kapitalanlagegesellschaft mbH, Köln, (zum Bankhaus I. D. Herstatt gehörend) verwaltete Argenta-Fonds ist in Ivera-Fonds umbenannt worden. Damit soll eine Verwechslung mit der Argenta Vermögens- und Anlageberatungs-Gesellschaft mbH, München, vermieden werden. Um die Argenta Internationale Anlagegesellschaft hatte es zur Jahreswende 1969/70 einigen Wirbel gegeben, der dazu führte, daß neben Bundeskanzler a. D. Erhard auch die fünf deutschen Gesellschafterbanken diese Firma verließen. Dazu gehörte auch das Bankhaus Herstatt, das sich jetzt aufs neue an Argenta beteiligt hat, die Investmentfonds über ein Vertreternetz vertreibt. In den Argenta-Aufsichtsräten wird Dr. Johannes Semler, früher Präsident der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz, mitarbeiten. Auf einer Pressekonferenz legte er ein Bekenntnis zur Solidarität als obersten Grundsatz aller Investmentpolitik ab. Durch die Umbenennung des Argenta-Fonds entstehen für die Anteilseigner weder Vor- noch Nachteile.

BASF bleibt bei Kapitalerhöhung

Der Darmstädter Aktionär Erich Nold hat Opposition gegen die Absicht der BASF angekündigt, das Kapital um 100 auf 1,492 Millionen Mark durch Ausgabe junger Aktien zum Ausgabekurs von 230 Prozent zu erhöhen. Nold will eine Verschiebung dieser Transaktion. Davon will der BASF-Vorstand jedoch nichts wissen. Er macht darauf aufmerksam, daß die Gesellschaft ihre Aktionäre seit 1965 nicht mehr zur Kasse gebeten hat, jetzt jedoch durch die Aufstockung des Eigenkapitals eine Erweiterung ihres finanziellen Spielraums braucht. Eine Vertagung erscheine nicht zweckmäßig, da sich die Kapitalmarktverhältnisse kurzfristig nicht ändern würden. Die außerordentliche Hauptversammlung, auf der die Kapitalerhöhung beschlossen werden soll, findet am 17. November statt.

Höherer Bierpreis im Norden?

Die Bavaria- und St. Pauli-Brauerei, Hamburg, an der Reemtsma zu knapp 50 Prozent beteiligt ist, wird für 1969/70 (30. 9.) wahrscheinlich wieder eine Dividende von 16 Prozent ausschütten. Trotz erheblicher Kostensteigerungen hat die Brauerei ein ähnliches Ergebnis erzielt wie 1968 69. Die weiteren Kostenerhöhungen können aber nur durch eine Erhöhung des Bierpreises durchgeführt werden. Dazu besteht in Hamburg, Bremen und Schleswig-Holstein eine Chance, da der Preisvorsprung, den die norddeutschen Brauereien bislang gegenüber der westdeutschen Konkurrenz hatten, ziemlich abgebaut ist. Auf einer Pressekonferenz teilte Dr. Bruno Kaiser, Vorstandsmitglied der Brauerei mit, daß Reemtsma als Großaktionär bislang nicht in die Geschäftsführung eingegriffen hat.

Gefahr für US-Immobilien