Keiner der in unserer Liste verzeichneten ausländischen Fonds hat in den ersten neun Monaten dieses Jahres einen Gewinn erzielen können. Monatsgewinne von 10 und mehr Prozent im September bei einigen „reinen“ US-Fonds können nicht darüber hinwegtäuschen, daß die Bilanz auch dieser Fonds für 1970 noch passiv geblieben ist und wohl auch im Oktober noch passiv bleiben wird. Immerhin ist dem Knickerbocker Growth, dem Pilgrim Fund und Security Equity Fund zu bescheinigen, daß sie aus der letzten Wall-Street-Aufwärtsbewegung für ihre Anleger einiges herausgeholt haben.

Das kann man von den drei „Exoten“ (Japan Selection scheidet in diesem Falle aus) nicht sagen. Ihr nichtamerikanisches Portefeuille hat offenbar einen ähnlichen Monatsgewinn verhindert. Der auf den Niederländischen Antillen beheimatete Intern. Technology Fund ist mit einem Verlust von 38,8 Prozent in diesem Jahr das traurige Schlußlicht. Natürlich gibt es Exoten, die noch schlechter gewirtschaftet haben, aber sie sind in unserer Tabelle nicht verzeichnet.

Bezeichnend für die Verfassung des IOS-Managements ist die Tatsache, daß der Luxemburger IIT selbst in dem relativ günstigen Börsenmonat September noch einen geringen Verlust produziert hat. Insgesamt verloren die IIT-Anleger in diesem Jahr 24,9 Prozent. Das ist mehr, als sie in den Jahren 1966 bis 1969 gewonnen haben. Die Leidenszeit dieser IOS-Sparer ist offensichtlich noch nicht vorüber.

Von den holländischen Anlagegesellschaften leidet Robeco unter der Größe. Wer so große Vermögenswerte zu verwalten hat wie diese Gesellschaft, tut sich schwer, die sich gelegentlich bietenden Marktchancen an einzelnen Börsen und in einzelnen Papieren auszunutzen. Robeco kann nur unter langfristigen Aspekten anlegen. Wenn man das berücksichtigt, ist das Minus von 4,9 Prozent in den ersten drei Quartalen 1970 recht respektabel.

Die Schweizer Fonds haben sich bisher in diesem Jahr von überdurchschnittlichen Einbußen freihalten können. Am größten ist der Verlust bei Germac (-21,9 Prozent), einem Fonds, der in deutschen Aktien investiert. Hier bestätigt sich die Erfahrung, nach der sich Ausländer auf fremden Märkten schwer tun, dort zu Erfolgen zu kommen. Deutsche Fondsmanager haben ebenfalls Schwierigkeiten mit ihren ausländischen Portefeuilles. Immerhin: Im Dreijahresvergleich 1966–1969 schneidet Germac mit einem Plus von 97 Prozent ab und wird von keinem anderen Fonds unserer Liste übertroffen.

Die kanadischen Fonds lagen im Schlepptau der Wall-Street-Zwischenhausse und konnten ihren Jahresverlust sämtlich etwas vermindern. Interessant ist der Abbau des Jahresverlustes 1970 beim Canadian Gas and Energy auf 4,6 Prozent. Auch der holländische Fonds mit Versorgungswerten Utilico ist bis auf 0,2 Prozent den schwarzen Zahlen sehr nahe gekommen.

K. W.