Studenten-Boom

Rund 680 000 Studenten wird es 1975 im gesamten Hochschulbereich der Bundesrepublik geben (heute 460 000). Diese Schätzungen hat der Planungsausschuß für den Hochschulbau veröffentlicht, dem die Bundesminister für Wissenschaft, Forschung und Finanzen sowie je ein Minister der elf Bundesländer angehören.

Naturwissenschaften vernachlässigt

Der Anteil der Naturwissenschaftler an der Gesamtzahl der Studienanfänger geht zurück: 1969 waren es nur acht Prozent aller Studienanfänger, 1958 dagegen noch 16 Prozent. Unter den Studierenden für das Lehramt blieb von 1958 bis 1970 der prozentuale Anteil bei den Physikern mit 5,4 Prozent gleich, bei den Chemikern ging er von 4,5 auf 3,2 Prozent und bei den Biologen von 4,5 auf 3,4 Prozent zurück. Doch es fehlt nicht nur an Interesse für die Naturwissenschaften. Im Wintersemester 1970/71 bestehen Zulassungsbeschränkungen für Studienanfänger in den Fächern Chemie (in 19 von 31 Hochschulen), Biologie (22 von 29), Mathematik (14 von 33) und Physik (15 von 30).

Stufenlehrer

An Stelle von Volks- und Realschullehrern sowie Studienräten soll es in Zukunft nur noch Stufenlehrer geben, die in einem sechs- oder achtsemestrigen Studium und einem anderthalbjährigen Referendariat die Befähigung zum Lehramt erwerben. Darauf einigten sich die Kultusminister der Bundesländer. Alle Lehrer werden nach der Eingangsgruppe des höheren Dienstes bezahlt, die Oberstufenlehrer erhalten etwas mehr.

Ratgeber für die Umschulung