Bekula – ein Hoffnungswert

Die Berliner Kraft- und Licht (Bewag)-AG, Berlin (Börsenname: Bekula), schüttet für 1969/1970 (30. 6.) wieder eine Dividende von 13 Prozent aus. Gleichzeitig wird sie ihr Kapital im Verhältnis 10:1 zum Ausgabekurs von 100 Prozent erhöhen. Auf das erhöhte Kapital wird mit ziemlicher Sicherheit wieder eine Dividende von 13 Prozent gezahlt werden. Gehen wir von einem rechnerischen Bezugsrechtwert von 8 Mark aus und rechnen wir die Netto-Dividende hinzu, so stecken in dem Kurs von heute 215 Prozent, 17,60 Mark, die demnächst „ausgeschüttet“ werden. Bei dem heutigen Stand würde sich – der Bekula-Kurs nach dem Bezugsrecht- und Dividendenabschlag auf 194 Prozent ermäßigen. Bei gleichbleibender Dividende ergäbe sich hier eine Barrendite von etwa 6,9 Prozent, das ist der absolut höchste Satz im Versorgungsbereich. Aber nicht deshalb ist die Bekula-Aktie spekulativ interessant. Sollte sich im Laufe der Berlin-Verhandlungen für Westberlin ein sichererer Status herausbilden und würde das Werk für Stromlieferungen nach der DDR eingesetzt werden können, ergäben sich für den Kurs neue Aspekte.

Hapimag-Vertrieb nicht mehr öffentlich

Die Aktien der Hapimag Hotel- und Apartementhaus Immobilien AG, Zug/Schweiz, über deren Geschäftspraktiken in der ZEIT mehrfach berichtet worden ist, sind ausländische Investmentanteile im Sinne des Auslands-Investmentgesetzes und dürfen mangels einer Vertriebsanzeige in der Bundesrepublik nicht öffentlich angeboten werden. Auch eine öffentliche Werbung für Aktien dieser Gesellschaft ist unzulässig.

Jetzt Sparkassen-Obligationen

Nach Sparkassenbriefen bietet die Württembergische Landessparkasse (Laspa) in Stuttgart jetzt auch Sparkassen-Obligationen an. Um das Emissionsrecht bemühen sich auch andere Sparkassen. Die Laspa-Obligationen sind in Stücken von 1000 Mark aufwärts erhältlich. Ihre Laufzeit beträgt zwischen fünf und zehn Jahren. Nach Ablauf von vier Jahren ist die Kasse bereit, die Papiere vorzeitig zu einem „marktorientierten Hauskurs“ zurückzunehmen. Eine Börseneinführung ist nicht beabsichtigt. Die ersten Laspa-Schuldverschreibungen (Laufzeit vier bis sechs Jahre) werden mit 8 Prozent verzinst. Je nach Laufzeit wird ein Bonus von 1 bis 1,5 Prozent gewährt. Ausgabe- und Rückzahlungskurs betragen 100 Prozent. Mit dem Erlös der Schuldverschreibungen will die Sparkasse mittelfristige Kredite finanzieren.

Klage gegen llseder-Abfindung