AUS UNTERNEHMUNGEN

Coutinho: Vom Stahlboom profitiert

Die im Stahlhandel und im Anlagengeschäft tätige Gruppe Coutinho, Caro & Co., Hamburg, erhöhte ihren Fremdumsatz 1969 um 5,1 Prozent auf 695 Millionen Mark. Die Steigerung ist im wesentlichen auf den weltweiten Stahlboom zurückzuführen. Das Unternehmen handelte im In- und Ausland 1,22 Millionen Tonnen Stahl. Das Kommandit-Kapital des als KG geführten Hamburger Stahlhauses wurde von vier auf 18 Millionen Mark erhöht. Über den Gewinn wurde lediglich mitgeteilt, er sei beträchtlich höher als im Vorjahr.

Witwen- und Waisen-Kasse: Neuer Name

Die Witwen- und Waisen-Kasse des Reichs- und Staatsdienstpersonals, Allgemeine Lebensversicherung a. G. in München, wird künftig kurz als WWK Lebensversicherung firmieren. Das Unternehmen erreichte 1969 einen Versicherungsbestand von mehr als drei Milliarden Mark. Die Prämieneinnahmen stiegen von 108,7 auf 117,2 Millionen, die Vermögenserträge von 38,6 auf 43,8 Millionen Mark. Von einem Gewinn von 26,19 flossen 25,85 Millionen Mark der Gewinnreserve für die Versicherten zu.

Hutschenreuther: Mehr verdient

Das Geschäftsjahr 1969 der Porzellanfabrik Lorenz Hutschenreuther AG, Selb in Bayern, brachte einen Bilanzgewinn von 1,52 Millionen Mark nach 1,25 Millionen im vorangegangenen Jahr! Daraus werden je 50-Mark-Aktie acht Mark ausgeschüttet. Das Aktienkapital ist von 7,5 auf 9,122 Millionen Mark erhöht worden. In der feinkeramischen Industrie stieg die Produktion um 3,4 Prozent, der Umsatz um 12 Prozent. Davon entfielen jedoch nur fünf Prozent auf das Inland, während die Exporte um 23 Prozent zunahmen. Hutschenreuther erzielt eine Produktionssteigerung um 7,3 Prozent und eine Umsatzausweitung von 13 Prozent auf 57,99 Millionen Mark.

Gothaer Feuer: Höhere Schäden

AUS UNTERNEHMUNGEN

Die Beitragseinnahmen der Gothaer Feuer, Versicherungsbank a. G. Köln, stiegen im Geschäftsjahr 1969 von 211,2 auf 234,2 Millionen Mark. Dabei erhöhte sich die Brutto-Schadensquote von 65 auf 67 Prozent. Dennoch stieg der Bilanzgewinn von 6,35 auf 6,54 Millionen Mark. Davon gehen 3,7 Millionen an die Beitragsrückerstattung, und 2,83 Millionen fließen in die freie Rücklage. Ende 1969 verwaltete die Gothaer über vier Millionen Versicherungen.

Ytong: Den halben Markt erobert

Von den in der Bundesrepublik 1969 produzierten 2,4 Millionen cbm Gasbetonprodukte entfielen 50 Prozent auf die Münchner Ytong AG und ihre Töchter, an denen die schwedische Ytong maßgeblich beteiligt ist. Das deutsche Unternehmen konnte nach einer Produktionssteigerung um 32 Prozent den Umsatz um 51 Prozent auf 87,3 Millionen Mark steigern, zu denen noch 36 Millionen Mark Umsatz der Töchter kommen. Nach einer Rücklagenzuweisung von 0,4 Millionen werden 1,8 Millionen Mark als zehnprozentige Dividende ausgeschüttet.

KKB: Im Spargeschäft

Die KKB-Kundenkreditbank, Düsseldorf, hat den vor einiger Zeit eingeleiteten Wandel von der Teilzahlungsbank zur Spezialbank des privaten Haushalts 1969 weiter fortgeführt. Mit Beginn, des Geschäftsjahres wurde in allen Geschäftsstellen das Spargeschäft aufgenommen, und in diesem Herbst wurden Lohn- und Gehaltskonten eingeführt. Das Spargeschäft brachte im ersten Jahr 34 000 Konten mit 51 Mili onen Mark Einlagen. Im traditionellen Kreditgeschäft stiegen die Umsätze um 33 Prozent von 695 auf 824.7 Millionen Mark. Der unveränderte Blanzgewinn von 4,15 Millionen wird für eine unveränderte Dividende von 10 Mark je Aktie verwendet.

Lübecker Hypothekenbank: Wieder 18 Prozent

Die auf die gemeinnützigen Wohnungsunternehmen drückende Zinsentwicklung ließ die Nachfrage nach lb-Hypotheken bei der Lübecker Hypothekenbank von 17,7 auf 5,7 Millionen Mark zurückgehen. 1969 wurden nur noch 81,2 Millionen nach 90,7 Millionen Mark zugesagt. Auch der Erstabsatz von Schuldverschreibungen ging von 76,3 auf 57,3 Millionen Mark zurück. Der Zinsüberschuß hat sich infolge der Zinsentwicklung von 4,5 auf 5.1 Millionen Mark erhöht, während der Jahresüberschuß mit 2,1 Millionen unverändert blieb. Auf das von 4 auf 5 Millionen Mark erhöhte Kapital werden wieder 18 Prozent Dividende ausgeschüttet.

AUS UNTERNEHMUNGEN

NKK: Mehr Kredite

Die Norddeutsche Kundenkreditbank AG, Hannover, hat im Geschäftsjahr 1969 68 500 Kredite mit 187 Millionen Mark gewährt gegen 67 500 Kredite und 139,5 Millionen Mark im vorangegangenen Jahr. Der durchschnittliche Kreditbetrag erhöhte sich von 2066 auf 2728 Mark. Während der Anteil der Angestellten, Beamten und freiberuflich Tätigen an den Kreditnehmern zurückging, stieg der der Arbeiter von 58 auf 60 Prozent. Aus einem Gewinn von 0,45 Millionen Mark wird eine Dividende von 12 Prozent auf 3,75 Millionen Mark Stammkapital verteilt

Hannoversche Landeskreditanstalt: Fusioniert

Die Hannoversche Landeskreditanstalt und die mit ihr verbundene Niedersächsische Wohnungskreditanstalt – Stadtschaft – konnten durch die sich verschlechternden Verhältnisse am Kapitalmarkt im vergangenen Jahr der Landwirtschaft und dem Wohnungsbau nur noch 288 Millionen Mark gegen 358 Millionen Mark im Geschäftsjahr 1968 zuführen. Der Bestand an langfristigen Ausleihungen erhöhte sich auf 3,94 Milliarden Mark. Mit Beginn des neuen Geschäftsjahres wurden die beiden Institute mit der Niedersächsischen Landesbank und der Braunschweigischen Staatsbank zur Norddeutschen Landesbank vereinigt.

Unionbank: Weniger Wechsel

Die vorwiegend in schwedischem und amerikanischem Besitz befindliche Deutsche Unionbank, Frankfurt am Main, hat sich auf Grund der DM-Aufwertung und der regen Investitionstätigkeit der Kundschaft von einem Teil des Wechselbestandes getrennt. Dementsprechend wuchs das Rediskontvolumen. Trotz notwendiger Abschreibungen auf Wertpapiere wurde ein leicht verbessertes Jahresergebnis erzielt, so daß auf 14 Millionen Mark Stammkapital 14 Prozent Dividende ausgeschüttet wurden.