Von Dieter E. Zimmer

"Nichts fürchtet der Mensch mehr als die Berührung durch Unbekanntes ... überall weicht der Mensch der Berührung durch Fremdes aus." Elias Canetti

Was die mit den unterrichtstechnologischen Entwicklungen verknüpfte Zukunft des Bildungswesens angeht, so lassen sich immerhin eine Reihe von Wegmarken ausmachen:

1. Die Menge der Informationen nimmt immer schneller zu, die Aufnahmefähigkeit des menschlichen Gehirns bleibt sich gleich. Weil diese Diskrepanz immer größer wird, wird das Konzept der Allgemeinbildung, werden die mit ihm verbundenen Ansprüche endgültig aufgegeben werden müssen. Man wird einen Fundus von Kenntnissen und Fertigkeiten definieren, ohne die niemand in der Gesellschaft bestehen kann. Jenseits dieses Elementar-Repertoires aber wird früh die Spezialisierung beginnen. Der Spezialisierungsprozeß wird treppenförmig sein müssen, damit jedem auf jeder Stufe die breitestmögliche Wissensgrundlage gesichert bleibt.