Sollten Sie sehen:

"Zabriskie Point", von Michelangelo Antonioni.

Im Fernsehen: "Das Geheimnis hinter der Tür" (1946), von Fritz Lang. Der nie zuvor in Deutschland gezeigte Film ist der dritte des Zyklus, den Lang nach dem Kriege in Hollywood drehte und zu dem auch "Die Frau im Fenster" gehört. Wie Hitchcocks "Ich kämpfe um dich" aus derselben Zeit huldigt er der psychoanalytischen Mode. Eine junge Frau erfährt, daß ihr Mann, den sie erst kurze Zeit kennt, von Mord-Obsessionen heimgesucht wird. Seine frühere Frau ist unter rätselhaften Umständen gestorben. Außerdem sammelt der Held historische Zimmer, in denen Morde begangen wurden. Die junge Frau entdeckt, daß ihr Mann seine erste Frau nicht ermordet hat; sie bricht seinen Wahn und heilt ihn, indem sie seine Motive psychoanalysiert. Der französische Kritiker und Regisseur Luc Moullet beschreibt "Das Geheimnis hinter der Tür" als einen "Film der reinen mise en scène, ein vollkommen unverbindliches Werk, eine marienbadeske Folge von Spiegeln, Schlüsseln, Korridoren, Lampen, Türen im Rahmen eines seltsamen Landhauses". ZDF am 9. November.

"Der Schatz der Sierra Madre" (1948), von John Huston, Bayern III am 6. November. "Greed" (1923), von Erich von Stroheim, Bayern III am 7. November. "Im Zeichen des Bösen" (1957), von Orson Welles, West III am 8. November. "Ten Years After" (1969), von Matthias Weiss, Hessen III am 12. November.

Wenn Sie nichts Besseres vorhaben:

"Adam 2", von Jan Lenica. Wie so viele Animationsfilmer vor ihm, hat auch den Autor von "Monsieur Tête", den "Nashörnern" und dem "Labyrinth" die Versuchung zum langen Film in eine Falle geführt. Er sammelt die erzählerischen Motive und graphischen Muster seiner früheren Filme und breitet sie aus, ohne ihnen eine neue Form zu geben. Der sperrige Einzelgänger, der sich hier einmal mehr mit einer feindlichen Massen- und Maschinenwelt anlegt – kein neuer, sondern eher der alte Adam des bürgerlichen Individualismus –, ist mit einer Art Ahnengeschichte und Biographie ausgestattet, sein Tageslauf wird betulich ausgesponnen. Was sich in der kurzen Form unmittelbar und schlagend mitteilte, wird hier zum Bilderbuch, zu dessen manchmal mühsamer Entzifferung der Zuschauer angehalten wird. Alles ist Bedeutung, verweist angestrengt auf die Botschaft, nichts lebt aus sich selbst. Die Zeichnungen im Aushangkasten des Kinos sind erfreulicher anzuschauen als der Film, weil sie dem Betrachter mehr Freiheit lassen. In der zweidimensionalen Welt mechanisch bewegter Zeichen geht einem schnell der Sauerstoff aus.

"Performance", von Donald Cammel und Nicholas Roeg. "Medium Cool", von Haskell Wexler. "Abgerechnet wird zum Schluß", von Sam Peckinpah.