Deutschlands Sparkassen machen mit der traditionellen Einheitslaufbahn Schluß – mit einem neuen Ausbildungsgang für Abiturienten und Absolventen vergleichbarer Schulen. Zeit dafür war es: bisher war die Ausbildung auf Lehrlinge mit Hauptschulabschluß oder mittlerer Reife abgestimmt. Der neue Sparkassenweg: Abschluß eines zweijährigen Ausbildungsvertrages, Abschlußprüfung zum Bankkaufmann; danach ein Jahr Praxis und Aufnahmeprüfung zum Sparkassenlehrgang, Abschluß: Fachprüfung und damit Qualifizierung als Abteilungs- oder Zweigstellenleiter.

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Unter Beschuß gerieten in der letzten Woche das deutsche Abitur und die Juristen-Ausbildung. Für Professor Brüggemann (Bochum) "ist jetzt das ganze Abitur in Frage gestellt." Brüggemanns Kritik: Daß die Zulassung zum Studium von Zeugnisnoten abhängig gemacht wird, ist ungerecht, weil die Benotung von Land zu Land unterschiedlich streng ist. Seine Forderung: Sich zusammensetzen und Prüfungen überlegen, die über die Studierfähigkeit der Abiturienten Aufschluß geben. Über die Mängel des juristischen Studiums war man sich auf einer Diskussion des Kieler Richtervereins einig: "Es wird nur für das Examen gelernt." Der Hamburger Oberlandesgerichtspräsident Stiebeler entwarf die Grundzüge eines praxisnäheren Studiums. Der erste Probelauf soll im nächsten Semester in Hamburg beginnen.

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Amerikanische Behörden haben ausgerechnet, was einem Arbeitgeber die Privatfreuden seiner Angestellten kosten können. Die teuren Freuden sind Tabak und Alkohol. Angestellte, so die US-Gesundheitsbehörde, die mehr als ein Paket Zigaretten (zwanzig Stück) täglich rauchen, sind dreimal so oft krank wie Nichtraucher. Noch teurer als die Raucher aber sollen die Trinker kommen. Der Preis für die Trunksucht allein der amerikanischen Regierungsangestellten erreicht im Jahr über zwei Milliarden Mark. So hoch wird der Verlust durch die Pfuscharbeit der "Trinker" von der amerikanischen Rechnungsbehörde veranschlagt.

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Randstad, eine Organisation für Zeitarbeit, gibt einen aktuellen Tip zur Lösung gewisser Eheprobleme: Zeitarbeit. Der Tip ist empirisch fundiert. Denn von Randstad befragte zeitarbeitende Hausfrauen benoteten zu fast achtzig Prozent die ehelichen Folgen ihrer stundenweisen Tätigkeit mit "sehr gut" oder "günstig". Der gewichtigste positive Aspekt: "...kein Krach ums Geld mehr." Bei den rund fünf Prozent Zeitarbeiterinnen, die von negativen Auswirkungen berichteten, waren die Herren des Hauses eifersüchtig – auf die neuen (Berufs-)Bekanntschaften. Die berufsbedingten Bekanntschaften sollen in einem anderen Beruf überflüssig werden: Die Internationale Arbeitsorganisation in Genf (ILO) empfiehlt, daß man den Seeleuten genehmigt, ihre Ehefrauen häufiger mit auf die Reise zu nehmen. Der Seemannsberuf soll dadurch attraktiver werden.