Nur bei den Firmengruppen, die sich im Besitz von Quandt, Flick oder Oetker befinden, kann man sagen, daß sie von einem Mann kontrolliert werden. Monopole haben aber auch diese Firmen nicht.

Bei näherem Hinsehen löst sich also die Figur des Monopolkapitalisten in Nebel auf.

Gewiß, man soll den Dichtern ihre dichterische Freiheit lassen. Aber sie selber und diejenigen, die ihnen ebenso ergriffen lauschen, als handele es sich um eine Dichterlesung alten Stils, scheinen von der Annahme auszugehen, daß bedeutende Leistungen auf dem Felde, von Literatur und Philosophie auch dazu befähigen, sich sachverständig zu wirtschaftlichen und sozialen Fragen zu äußern.

Doch wer den Sonnenuntergang in gebundener oder ungebundener Spracheergreifend zu schildern Weiß, muß nicht auch unbedingt den Untergang unserer Wirtschaftsordnung exakt vorhersagen können.

Statt des Blickes für wirtschaftliche Zusammenhänge sind es allzu häufig nur Emotionen, die den politisch engagierten Literaten zur Feder greifen lassen. Es könnte nichts schaden, wenn das Engagement gelegentlich auch von einer gewissen Bescheidenheit und Selbstkritik begleitet würde. Auch ein Dichter sollte es sich drei-, mal überlegen, ehe er zum gewaltsamen Umsturz einer Welt aufruft, die er gar nicht richtig begreift.