empfohlen von Arianna Giachi

]"Melinda stört!" von Katalyn Nagy, aus dem Ungarischen von Eva Vajda und Ursula Hansa; Franckh’sche Verlagshandlung, Stuttgart; 192 Seiten, 8,80 DM

INHALT: Melinda erzählt ihrem Stiefvater, warum sie in der neuen Schule zwölfmal hintereinander den Unterricht gestört hat. Dafür gibt es viele Gründe: den Tod des Großvaters, die Übersiedlung vom Dorf nach Budapest, die allzu strengen Tanten und die Wiederverheiratung der Mutter. Aber schließlich lernt Melinda vieles zu verstehen und sich und die Familie zu akzeptieren. Das alles ist mit viel psychologischer Einfühlung und trotzdem temperamentvoll dargestellt.

AUSSERDEM erfährt man mancherlei über das heutige Ungarn. Sehr empfehlenswert.

"Abstecher nach Jämtland" von Angelika Kutsch; Union-Verlag, Stuttgart; 180 Seiten, 12,80 DM

INHALT: Ristin ist ein lang erhofftes und allzu ängstlich erzogenes Einzelkind. Sie ist darum übersensibel, passiv und hat Kontaktschwierigkeiten. Unerwartete Ereignisse auf einer Ferienreise zwingen die Vierzehnjährige plötzlich zu Selbständigkeit und eigenen Entscheidungen. Sie bekommt zu spüren, daß eine Gammlerin ihr in vielem überlegen ist, und gewinnt dadurch kritischen Abstand zu sich selbst.

AUSSERDEM gelingt es der noch sehr jungen Autorin, sich mit Ristins Gefühlswelt zu identifizieren, die Selbstkritik wird darum auch gleichaltrigen Leserinnen nachvollziehbar sein. Sehr empfehlenswert.