Aus der Erklärung des FDP-Bundestagsabgeordneten Karl Geldner:

"Am 6. November 1970 wurden auf Grund eines Angebots des Herrn Beyer, Mitglied des Führungsgremiums der NLA, zwischen mir und der Firma Beyer KG zwei Beratungsverträge abgeschlossen, die mir ab 1. 1. 1971 für die kommenden vier Jahre jährlich ein Beratungshonorar von 100 000 Mark, also zusammen 400 000 Mark, zusicherten. Diese Verträge wurden nach beiderseitig vollzogener Unterschrift gegen Quittung bei einem Notar hinterlegt.

Am gleichen Tag, dem 6. November – zwei Tage vor der hessischen Landtagswahl – sicherte mir der Landesvorsitzende der CSU, Herr Franz Josef Strauß, für den Fall meines Obertritts in die CSU zu, dafür Sorge zu tragen, daß ich durch einen Stimmkreis oder eine Absicherung auf der Landesliste, gegebenenfalls durch beides zusammen, eine sichere Aussicht erhalte, wieder in den nächsten Bundestag zu kommen."

Dagegen legte der Fabrikant Anton Beyer einen vom 1. Juni datierten Vertrag vor:

"Zwischen der Papierwerk Beyer KG, Lippetal-Lippborg und Herrn Karl Geldner, Schillingsfürst, Albrechtplatz 1, wird folgender Industrieberatungsvertrag geschlossen: Herr Karl Geldner übernimmt ab 1. Juli einen Beratungsdienst, welcher sich auf alle Wirtschafts-, Markt- und Konjunkturvorgänge erstreckt. Herr Karl Geldner, verpflichtet sich, die sich aus seinen Kenntnissen und Kontaktmöglichkeiten ergebende Beratungsbasis voll in den Dienst der Firma Papierwerk Beyer zu stellen.

Ferner verpflichtet sich Herr Karl Geldner, überall dort Geschäftsanbahnungen zu fördern, wo sie sich auf Grund seiner Kontakte ergeben. Über Sonderfälle kann nach mündlicher Absprache auf Grund der Höhe der anstehenden Objekte eine zusätzliche Sondervergütung vereinbart werden. Diese Vereinbarung ist von Fall zu Fall zu treffen. Die Firma Papierwerk Beyer KG vergütet Herrn Geldner für seine Tätigkeit einen jährlichen Festbetrag."