Seit 1960 hat die Bundesrepublik Deutschland in nahezu alle Länder der Dritten Welt bilaterale Entwicklungshilfe aus öffentlichen Fonds geleistet. Wie das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), Berlin, feststellt, beruhte die relativ breite Streuung der westdeutschen Leistungen im wesentlichen auf dem Bestreben, möglichst viele freundschaftliche Beziehungen herzustellen, um die seit dem Zweiten Weltkrieg verlorene weltweite politische Präsenz Deutschlands wiederzugewinnen. Schwerpunkt war eindeutig Israel, das die Leistungen vor allem in Form von Wiedergutmachungen erhielt. Für die Entwicklungshilfe der Bundesrepublik war vor allem die traditionelle Verbundenheit zum Geberland bedeutsam.