Nach endlos langem Palaver machen die erschöpften Fusionsstrategen in Bayerns Bankgewerbe Nägel mit Köpfen. In der letzten Woche hat der bayerische Ministerrat auf Grund des "Ermächtigungsgesetzes" vom Sommer der Privatisierung der Bayerischen Staatsbank durch Umwandlung in eine AG und deren Verschmelzung mit der Bayerischen Vereinsbank zugestimmt. Damit kommt eine Bilanzsumme von annähernd 15 Milliarden Mark zusammen. Das fusionierte Institut, an dem eine bayerische Landesstiftung künftig mit 20 Prozent beteiligt sein wird, rangiert damit knapp vor der Bayerischen Hypotheken- und Wechsel-Bank.

Der Hypo will man innerhalb von drei Jahren einen Beitritt zur Zweierehe einräumen. Ihre Bosse zeigen zunächst aber wenig Neigung dazu, sondern suchen lieber durch spektakuläre Transaktionen beim Erwerb von Beteiligungen das Image ihres Instituts bundesweit aufzupolieren.

Keine Frage: Die Fusion von Staatsbank und Vereinsbank, der im Januar noch die Hauptversammlung der Vereinsbank zustimmen muß, ist ein Fortschritt. Aber das eigentliche Ziel der bayerischen Bankenfusion wird damit verfehlt. Aber wie sollte, da sich die Bayern-Hypo von Anfang an spröde verhielt, die große "Bayerische Bank" zustande kommen? Jetzt ist nach dem ersten Schritt kein weiterer in Sicht. Münchens Banker vermochten nicht über ihre Schatten zu springen, die zwischen ihnen immer länger wurden. Das neue Institut muß nun versuchen, aus der Not eine Tugend zu machen. Bö