Von Wolfram Siebeck

Fremde Wesen von einer anderen Partei nähern sich unserem christlich-sozialen Süden. Ihr Ziel: Bayern. Die Fremden wollen das Land mit den blauen Bergen unterwandern. Franz Josef Strauß hat sie gesehen. Doch keiner will ihm glauben.

Eines Nachts, auf dem Weg vom Hofbräuhaus zum Bürgerbräukeller, spürte er, wie der Boden unter seinen Füßen schwankte. Daran erkannte er die beginnende Verflachung und wußte, das ist die SPD. "Wenn die Verflachung in der Politik beginnt, dann wird die Rettung aus den bayerischen Bergen kommen!" verkündete er tags darauf in Gilching.

Wer bis jetzt nicht wußte, wo Gilching liegt, der wird es in späteren Geschichtsbüchern verzeichnet finden neben Braunau am Inn und Pasewalk.

Doch wird er das Vaterland bewahren vor der roten Gefahr? Wird er, ein Andreas Hofer aus Rott am Inn, von seinen Bergen aus die Rettung einleiten? Wird er den Feind besiegen?

Wie kleingläubig solche Fragen sind! Da ist er schon, reitet gegen Brandt und Genossen, in den Ostwind hebt er die Fahne, und wenn der Wind aus dem Süden kommt, riechen es auch die Feinde im Norden.

Diese haben zwar menschliche Gestalt angenommen, aber sie haben kein Herz und keinen Kropf. Noch bilden sie eine kleine Minderheit an der Isar, doch schon sind sie in die Münchener Stadtverwaltung eingedrungen, haben wichtige Posten besetzt, und unter dem Vorwand, eine U-Bahn zu bauen, graben sie einen Tunnel bis nach Moskau, durch den sie die Kommunisten aus dem Osten einschleusen wollen. Franz Josef Strauß hat sie graben sehen, doch keiner will ihm glauben.