Kein Rückkauf mehr beim Par Fund

Dem Luxemburger Par Fund (Landerschließungsfonds) ist es nicht gelungen, vom Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen die Zulassungsgenehmigung zu bekommen. Der Fonds hat seinen Antrag auf Registrierung zurückgezogen. Gleichzeitig hat der Par Fund für zunächst 60 Tage die Rücknahme seiner Zertifikate eingestellt. Ob es danach möglich sein wird, Anteile zurückzugeben, erscheint aus heutiger Sicht fraglich zu sein. Die Par Fund Anteilsinhaber befinden sich jetzt in der gleich schlechten Lage wie die Besitzer von USIF-Anteilen, deren Rücknahme ebenfalls gesperrt ist. Das Versprechen einer 18prozentigen Gewinnsteigerung innerhalb von 18 Monaten soll angeblich eingelöst werden können. In den ersten 13 Monaten wurde der Ausgabepreis der Anteile nur um 6,5 Prozent heraufgesetzt. Nach Schließung des Fonds sind Bundesminister a. D. Dr. Werner Dollinger (CSU) und der ehemalige Westberliner Bürgermeister Franz Amrehn (CDU) aus dem Verwaltungsrat von Par Fund ausgetreten. Beide Politiker dienten dem Par Fund als "Galionsfiguren" und hatten die Aufgabe, den Par Fund-Vertetern die Werbung zu erleichtern. Die Politiker gingen, die Anleger müssen bleiben und darauf hoffen, eines Tages über ihr Geld wieder verfügen zu können.

Der Beitrag ist geringer

Die Höhe der Beiträge für Mitglieder der Schutzgemeinschaft deutscher Gramco-Anleger (e V) beträgt nicht 1/24, sondern 1/24 Prozent der jeweiligen Anlagesumme in USIF oder Gramco Development N. V. Die falsche Angabe des Mitgliedsbeitrages (siehe ZEIT Nr. 44 vom 30. Oktober 1970) beruht auf einem Druckfehler in der Satzung, der – wie der Vertreter der Schutzgemeinschaft Dr. Dietrich Nippold mitteilt – inzwischen allen Beteiligten gegenüber klargestellt worden ist. "Die Mitgliedsbeiträge konnten deswegen nicht niedriger angesetzt werden, weil möglicherweise nur dann einige Wirkung auf das Management der Gramco erzielt werden kann, wenn die Vollstreckung von Urteilen auch im Ausland möglich ist. Dazu muß sich die Schutzgemeinschaft ausländischer Anwaltbüros bedienen, die selbstverständlich bezahlt werden müssen."

Neue Goldmünzen aus Südafrika

Die Deutsche Bank bietet unpolierte Krüger-Rand-Goldmünzen mit einem Feingewicht von einer Unze Feingold an. Da sie in der Republik Südafrika gesetzliches Zahlungsmittel sind, bleiben sie von der deutschen Mehrwertsteuer befreit. Der erste Verkaufspreis beträgt 145,50 Mark. Damit sind sie billiger als Barrengold vom gleichen Gewicht.

Vorzeitig getilgt