Auch das elfte Berlin-Gespräch, zu dem sich die vier Botschafter am Montag trafen, brachte keine konkreten Ergebnisse. Alliierte Kreise erklärten nach der sechseinhalbstündigen Sitzung, es sei noch keine gemeinsame Basis gefunden worden, um deutsche Stellen zur Ausarbeitung von Detailfragen oder -lösungen zu beauftragen. Die Botschafter wollen sich

Über den Inhalt der Gespräche wird wieder am 10. Dezember treffen.

Über den Inhalt der Gespräche wird Stillschweigen bewahrt. Dennoch scheint sicher, daß die Botschafter die schwierige Frage der Außenvertretung Westberlins vorerst ausgeklammert haben und sich auf das Problem der Zugangswege konzentrieren. Ungeklärt ist, in welcher Form Bonn und Ostberlin mit Verhandlungen über diesen Komplex beauftragt werden sollen.

Eine rasche Lösung wird nicht mehr erwartet. Der Regierende Bürgermeister Schütz meinte nach seinem Gespräch mit Präsident Nixon in Washington, man werde bis zum Jahresende bestenfalls wissen, ob eine Berlin-Regelung möglich sei.

Mit Skepsis beurteilt Bonn den innerdeutschen Dialog, der nach Wunsch Ostjerlins am Freitag wiederaufgenommen wird. Staatssekretär Bahr muß bei seinem Gesprächspartner Kohl erkunden, was die DDR zu erörtern wünscht. Vor vier Wochen hatten die Ostberliner Emissionäre Bertsch und Muth Gesprächen ohne Vorbedingungen zugestimmt. Die jetzt in der DDR nachdrücklich wiederholte Erklärung Ulbrichts, man könne unter bestimmten Voraussetzungen Fragen des gegenseitigen Transits behandeln, wirft den Verdacht auf, daß Ostberlin die Botschaftergespräche unterlaufen möchte.

Dagegen gab es in der Frage der Sportbeziehungen zwischen der Bundesrepublik und der DDR einen Fortschritt. Beim zweiten innerdeutschen Sportgespräch in München erklärte letzten Freitag der Deutsche Turn- und Sportbund der DDR, er werde seinen Fachverbänden die Aufnahme von Sportbeziehungen mit der Bundesrepublik empfehlen.