"Abakus an mini-Max" von Boy Lornsen. Es gibt wenige Geschichten für einfallsreiche Kinder mit raschem Geist, die in der Gegenwart spielen, die Alltagsprobleme nicht aussparen und zugleich spannend, humorvoll und auch ein bißchen lehrreich sind. Lornsen scheint das seltene Talent zu besitzen, aus vollem Vorrat an Phantasie und solidem technischen Verstand heraus, fabulieren zu können. In seinem dritten Buch erzählt er von einem Jungen, dem kleinen (mini) Max, der sich bei einem Professor Geld verdient, weil er den Wellensittich seiner Freundin (und der Kundin seines Tierhändlervaters) aus Versehen hat fliegen lassen und für Ersatz sorgen muß. Der Professor arbeitet mit und an Computern, deren einer einen Rappel hat: Er dichtet. Es ist die Spanne Zeit bis zur Reparatur von Abakus, in der Max, seine Freundin, der Professor und der Mathelehrer die besten Abenteuer erleben, die die Wirklichkeit zu bieten hat. Leser lernen bei allem Spaß Handfestes über Computer, Angeln, Segeln und die Kunst, mit der Schreibmaschine Gemälde zu tippen. Ein Buch voller Leben, dem man wünscht, daß es ein Klassiker wird. (K. Thienemanns Verlag, Stuttgart; 203 S., 11,80 DM) Sybil Schlepegrell