In dem afrikanischen Staat Guinea ist am Wochenende ein Putschversuch bisher unbekannter Oppositionsgruppen gescheitert. Radio Conakry meldete. am Sonntag, etwa 350 europäische und afrikanische Söldner seien auf mehreren, angeblich portugiesischen Schiffen gelandet und griffen die Hauptstadt Conakry an. Regierungstruppen schlugen bis zum Dienstag drei Invasionsversuche zurück.

Guineas Präsident Sékou Touré beschuldigte anfangs Portugal, vom benachbarten Portugiesisch-Guinea aus die Invasion organisiert zu haben, und bat die Vereinten Nationen um Truppenhilfe. Lissabon wies den Vorwurf einer Einmischung scharf zurück. Nach Abwehr, der ersten Angriffe gab Radio Conakry zu, daß drei Mitglieder der verbotenen Oppositionspartei Guineas vom Nachbarstaat Elfenbeinküste aus die Invasion geleitet hätten.

Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen lehnte eine Entsendung von Truppen ab. In seiner Resolution, in der die sofortige Beendigung des Angriffs gefordert wurde, vermied er, die eingedrungenen Söldner als portugiesische Streitkräfte zu bezeichnen.