Wenn Sie Platten kaufen, dann:

Unbedingt:

Mauricio Kagel: "Ludwig van"; Feller, Pearson, Canino, Rzewski, Gawriloff, Ojstersek, Ruymen, Palm; Deutsche Grammophon Gesellschaft 2530 014, 25,– DM

Kagels Beitrag zum Beethoven-Jahr: acht Musiker spielen Fragmente originaler Beethoven-Musik, nacheinander, nebeneinander. Eine ironische Collage – besser geeignet, uns über unseren Beethoven-Konsum nachdenken zu lassen, als noch so viele tiefschürfende musikwissenschaftliche oder soziologische Analysen.

Nach Möglichkeit:

Pierre Boulez: "Klaviersonate Nr. 2" und Alban Berg: "Klaviersonate op. 1"; Claude Helffer; Deutsche Grammophon Gesellschaft 2530 050, 25,– DM

Keinerlei Verwandtschaft liegt zwischen den beiden Stücken: moribunde spätromantische Klänge im zweiten, strenge Reihenkonstruktion im ersten. Der Pianist Claude Helffer jedoch – Schüler von Casadesus, aber auch Naturwissenschaftler – zeigt die wesentlichen Kriterien der verschiedenen Stile vollkommen wie kaum ein zweiter.