Endlich haben die aeronautischen Erfahrungen des Ex-Bundesfinanzministers Franz Josef Strauß auch international gebührende Anerkennung gefunden. In Paris durfte er als Aufsichtsratsvorsitzender der Deutschen Airbus GmbH ein wichtiges Dokument unterzeichnen: Gemeinsam mit dem französischen Partner im Airbus-Geschäft der Société National Industrielle Aerospatiale (SNIAS), wurde die Airbus Industrie gegründet. Strauß wurde Vorsitzender des Aufsichtsrates der neuen deutsch-französischen Gesellschaft.

Mit seiner Unterschrift machte Franz Josef. Strauß deutlich, daß auch der CSU-Chef den Verlockungen einer Karriere in der Wirtschaft nicht widerstehen kann. Man muß ihm wünschen, daß er mehr Erfolg in seinem Metier hat als Erich Mende und andere Politiker, die sich in der freien Wirtschaft versucht haben. Schließlich geht es bei dem Airbus um ein Milliardenobjekt,

Dem ehrgeizigen Bayern kann man einschlägige Erfahrung in Milliardengeschäften nicht absprechen. Ob man allerdings den Kauf des Starfighters bereit als Garantie für einen Erfolg des Airbus bewerten darf, ist fraglich. Diesmal handelt es sich freilich nicht um den Kauf, sondern um den Verkauf eines Flugzeuges. Bei seiner Entwicklung ist die Airbus-Industrie auf deutscher Seite aber von der Unterstützung einer Regierung abhängig, mit der ihr Aufsichtsratsvorsitzender Strauß politisch in ernster Fehde liegt. Allerdings darf man den Einfluß des F. J. S. nicht überschätzen. Marketing und Verkauf des Flugzeuges liegen fest in französischer Hand. kde