Die US-Fonds sind im November Nutznießer der besseren Wall-Street-Tendenz geworden. Founders Mutual, ein Fonds, der, nach seiner Satzung gehalten ist, konservativ zu investieren, brachte es sogar auf ein Monatsplus von 7,4 Prozent. Damit verringert sich der Jahresverlust auf 1,3 Prozent. Ein recht beachtliches Ergebnis, wenn man sich die "Erfolge" anderer Fonds, wie zum Beispiel von Winfield Growth (– 30,8 Prozent), von Colonial Ventures (– 36,9 Prozent) oder gar von Inter. Technology (– 41,1 Prozent), ansieht.

Mit einigermaßen Geschick hat der international investierende Formula Selection Fund seine Anleger durch die internationale Baisse gesteuert. In dem am 30. September beendeten Geschäftsjahr 1969/70 erzielte er eine Wertsteigerung je Anteil von 2,2 Prozent. Wenn er in unserer Tabelle für das Jahr 1970 mit einem Verlust von 8,4 Prozent verzeichnet ist, so muß berücksichtigt werden, daß der größte Teil dieses Defizits, nämlich 5,4 Prozent, in den letzten beiden Monaten entstanden ist und der Fonds von seinen im letzten Quartal 1969 erwirtschafteten Überschüssen zehren konnte.

Weniger erfolgreich war das gleiche Fonds-Management mit seinem Fond Japan Selection, der ins Leben gerufen wurde, als japanische Aktien in aller Welt in Mode kamen. 1970 hat Japan Selection einen Verlust von 25,6 Prozent produziert. Damit wird die Zweckmäßigkeit reiner Länderfonds wieder einmal in Frage gestellt. Zwar hatte Japan Selection von seinen Satzungen her die Möglichkeit, auf australische Aktien, auf Gold und festverzinsliche Wertpapiere auszuweichen. Von dieser Chance ist jedoch nur ungenügend Gebrauch gemacht worden; offenbar, wurde die Tendenzwende viel zu spät erkannt.

Tatsächlich ist die Tokioter Börse zu einem heißen Pflaster geworden. Kenner des japanischen Marktes halten weitere Einbußen für möglich. Diese Möglichkeit schließt auch die Leitung von Japan Selection nicht aus. Sie will künftig bis zu 35 Prozent der ihr zur Verfügung stehenden Mittel in Aktien von Drittländern, also außerhalb Japans und Australiens, investieren.

Als einziger der von uns erfaßten Fonds erreichte. der holländische Fonds Utilico in diesem Jahr einen geringen Überschuß (+ 0,3 Prozent). Hierbei handelt es sich um einen Fonds, der vornehmlich internationale Versorgungsaktien erwirbt, die am wenigsten konjunkturanfällig sind. Ihrem Ruf, Papiere für "Witwen und Waisen" zu sein, haben sie auch in dem Baisse-Jahr 1970 Ehre gemacht.

Der IOS-Fonds IIT hat immer noch nicht wieder Tritt fassen können. Bei einer konsequenten Anlagepolitik hätte er den November mit einem kleinen Gewinn abschließen müssen.

K.W.