Der stellvertretende Regierungssprecher Rüdiger von Wechmar erklärte am 5. Januar 1971 auf der Pressekonferenz in Bonn:

„In den letzten Tagen haben sich prominente Politiker aus Ost und West erneut zur Berlin-Frage geäußert. In diesem Zusammenhang ist in der Kommentierung in der Bundesrepublik eine gewisse Sprachverwirrung eingetreten.

Die Bundesregierung legt daher Wert auf folgende Feststellungen...

Die Bundesregierung wird ihre Bemühungen fortsetzen, zu einer befriedigenden Berlin-Regelung zu gelangen. Sie ist sich dabei mit ihren drei westlichen Verbündeten über die Kriterien einig, was befriedigend heißt.

2. Im übrigen hat sich die Haltung der Bundesregierung seit dem Beschluß des Bundeskabinetts vom 7. Juni 1970 nicht geändert. Er lautet:

Die Haltung der Bundesregierung zur Berlin-Frage bleibt unberührt. Es wird davon ausgegangen, daß die Vier-Mächte-Verhandlungen dazu führen, die enge Verbindung zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Westberlin sowie den ungehinderten Zugang nach Westberlin zu sichern. Ohne eine solche Sicherung wird ein Gewaltverzichtsvertrag nicht in Kraft gesetzt werden können.

3. Der Bundesminster des Auswärtigen hat am 8. Juli 1970 in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Bundeskanzler zum Inhalt einer befriedigenden Berlin-Regelung folgendes erklärt: