Paneuropa“, Cassius Clay der Touristik-Branche, blieb – nach eigenen Angaben – auch 1970 „der Größte“ (Flugreiseveranstalter für junge Leute): Die Zuwachsrate um rund 100 Prozent auf 85 000 Gäste steht an der Spitze.

Und für Sommer 1971 geben sich die Paneuropa-Manager zuversichtlich, Position und Titel erfolgreich verteidigen zu können. Bei der (hauseigenen) Charterfluggesellschaft Paninternational haben sie 120 000 Plätze reserviert.

Paneuropa-Urlauber können unter 350 Hotels (80 Prozent der Zimmer haben Dusche/Bad und WC) in zwölf Ländern wählen; die Preise liegen im Durchschnitt auf der gleichen Ebene wie bei den anderen Veranstaltern.

Neue Ziele sind: Südportugals Algarveküste (zwei Wochen ab 591 Mark), die Baleareninsel Menorca (eine Woche ab 350 Mark), Benidorm (eine Woche 307 Mark).

Ob der 160-Seiten-Prospekt seine Versprechungen hält, darüber werden die jungen Urlauber entscheiden. In diesem Jahr haben sie überwiegend positiv reagiert: Die Geschäftsführung „gestand“ eine Beschwerdequote von 0,9 Prozent, für Mallorca gar von 0,0 Prozent... (Einige spektakuläre Paneuropa-Pannen hatten ein anderes Urteil erwarten lassen.)

Bei der Paninternational hat Neckermann (N-U-R) für 1971 das doppelte Kontingent bestellt, bleibt aber hinter den 120 000 Paneuropa-Sesseln dennoch auf Platz zwei unter rund 30 Kunden. Die Chartergesellschaft rechnet für 1971 mit rund 800 000 Fluggästen. H-t