Ernst Müller-Hermann, Vorsitzender des Arbeitskreises für Wirtschaft und Ernährung der CDU/CSU-Fraktion, prophezeite Düsteres. 1971 werde, so der CDU-Mann, „das ungünstigste Konjunkturjahr der Nachkriegszeit“. Müller-Hermann sieht „weniger Prosperität und weiter steigende Preise“ voraus. Wirksames Gegenmittel sei seine Partei, die – im Gegensatz zum „marxistischen Sozialismus“ bei der SPD – eine auf breite Streuung ausgerichtete Eigentumspolitik betreibe.

Horst-Ludwig Riemer, nordrheinwestfälischer Wirtschaftsminister, prophezeite eine große Zukunft der Kohle, Die neue „Blütezeit“, so Riemer in der Bergarbeiter-Gewerkschaftszeitung „Einheit“, beginne 1985. In etwa 15 Jahren nämlich sei die von der Düsseldorfer Landesregierung geforderte Weiterentwicklung von gasgekühlten Hochtemperaturreaktoren vermutlich abgeschlossen. Die Steinkohle werde dann wahrscheinlich weniger als Brennstoff und mehr als Rohstoff Verwendung finden.

Edgar Hoover, Chef des FBI, kostet die amerikanischen Steuerzahler jährlich 30 000 Dollar – nur für sein Auto. Jedes Jahr bekommt der oberste Polizist Amerikas einen neuen kugelsicheren Cadillac von der Regierung. – Diese Ehre kann nicht einmal der US-Präsident für sich in Anspruch nehmen – für ihn leiht sich die Regierung ein kugelsicheres Auto für jährlich 5000 Dollar.

Najeeb Halaby, Präsident der amerikanischen Fluggesellschaft Pan Am, „bedauerte“ im Laufe dieses Jahres mehr als 3000 der 39 400 Pan-Am-Angestellten entlassen zu müssen. Grund dafür sei, daß „die Einnahmen geringer als erwartet waren“. Bis Dezember 1970 hatte die Pan Am bereits einen Verlust, von 27,1 Millionen Dollar – das sind rund 100 Millionen Mark. 1969 betrug der Verlust „nur“ 19,7 Millionen Dollar.