Die sich ankündigende wirtschaftliche Rezession wird vom Veranstalter der exklusivsten und teuersten (Linien-)Flugreisen nicht zur Kenntnis genommen: „airtours international rechnet für 1971 mit 200 000 Gästen.

Der Optimismus erscheint plausibel, „airtours international“ ist nicht zuletzt deshalb zum größten IT-Flugreise-Veranstalter Europas aufgestiegen, weil die Programme konsequent auf die Ergebnisse gründlicher Marktanalysen: zugeschnitten werden. Und die jüngste Erhebung zeigt, daß IT-Flüge nicht länger von „Reichen“ gekauft werden: 1969 lag das Durchschnittseinkommen der „airtours“-Kunden noch bei 1400 Mark monatlich, am 1. Oktober dieses Jahres aber bei 1100 Mark.

Das Angebot für 1971 wurde auf bewährte Weise „dem Trend gerecht“ erweitert: Ein sehr umfangreich gewordenes Nordland-Sortiment, billigere Ziele im Süden (Capri: 15 Tage ab 687 Mark) und teurere (Algarve: 15 Tage für 1492 Mark), mehr Ostblock-Reisen (inklusive Polen, – Bulgarien und Rumänien). Das „Windsor“-Programm (Großbritannien und Irland) ist auf 350 Hotels in 150 Orten ausgedehnt worden. Städtereisen sind nach 101 Metropolen ausgeschrieben, erstmals sind afrikanische und amerikanische darunter. Die Fernreiseziele liegen auf allen Kontinenten (sieben Tage Südwestafrika kosten 1190 Mark), tatsächlich auf allen: auch eine „Expedition“ in die Antarktis wird angeboten – ab 14 795 Mark. H. E.