Zu ihrem vierten innerdeutschen Gespräch trafen sich am Dienstag die Staatssekretäre Bahr und Kohl in Ostberlin. Über die Themen und den Verlauf der fünfstündigen Begegnung wahrten beide Seiten Stillschweigen. Bahr sagte vor der Presse lediglich, man habe sich "sachlich" unterhalten. Er setzte hinzu: "Wir führen immer noch Gespräche, und es ist nicht die Rede von Verhandlungen."

Das nächste Treffen wurde für den 4. Februar in Bonn vereinbart. Der Staatssekretär lehnte es ab, die kurzfristige Anberaumung als Beweis für einen Fortschritt auszulegen. Auf der anderen Seite gebe es keinen Hinweis, daß die DDR Störungen gegen die Tagung der FDP-Landtagsfraktionsvorsitzenden und die Besuche von Bundeskanzler Brandt und Bundespräsident Heinemann in Westberlin plane, die für die zweite Wochenhälfte vorgesehen sind.

Am Vorabend der Gespräche hatte das Bundespostministerium mitgeteilt, daß nach fast 19 Jahren Unterbrechung wieder Telephongespräche zwischen beiden Teilen Berlins möglich werden. Am 31. Januar werden zehn Leitungen in Betrieb genommen; eine Handvermittlung wickelt die innerstädtischen Gespräche ab. Seit 1952 konnten Westberliner zwar via Bundesrepublik mit DDR-Teilnehmern sprechen. Gespräche nach Ostberlin waren aber nur von der Bundesrepublik aus möglich.