Die israelische Ministerpräsidentin Golda Meir gab dem amerikanischen Magazin "Newsweek" ein Interview, in dem sie unter anderem sagte:

"Wir haben die Tatsache nicht aus den Augen verloren, daß etwas sehr Wichtiges (auf ägyptischer Seite) geschehen ist. Wenn beide Seiten bereit sind, von diesem Punkte auszugehen, könnte etwas von noch größerer Bedeutung eintreten. Allerdings ist ein Hindernis geblieben, das, wie wir hoffen, auch noch aus dem Wege geräumt werden kann – nämlich daß uns Ägypten auffordert, im voraus Verpflichtungen zu übernehmen, bevor irgendwelche Verhandlungen über anstehende Fragen stattfinden können. Nur wenn wir bereit sind, ihren Vorstellungen zuzustimmen, sind sie bereit, einen Friedensvertrag abzuschließen ... Wir können keine Vorbedingungen akzeptieren.

Wir haben gesagt, daß wir zu vernünftigen Verhandlungen über alle Fragen bereit sind, und das wir ebenfalls bereit sind, uns auf sichere, ausgehandelte und anerkannte Grenzen zurückzuziehen ...

Die Frage lautet nicht, irgendwelche Gebiete zu behalten, sondern sichere Grenzen zu bekommen ... Ich würde sagen, daß direkte Gespräche (über die Grenzfrage) die beste Methode wäre. Aber wenn die Ägypter zu diesem Zeitpunkt wünschen, über Jarring zu verhandeln, werden wir nicht Nein sagen ... Meine Regierung hat noch keine endgültigen Linien auf irgendwelchen Landkarten gezogen. Das wird geschehen, sobald Grenzverhandlungen begonnen haben ..."

Frage: Ist eine vom (UN-)Sicherheitsrat garantierte internationale Truppe ein annehmbarer Ersatz für eine dauernde israelische Präsenz (in Scharm el Scheich)?

"Nach unserer Meinung ist nichts eine Alternative zu sicheren und anerkannten Grenzen. Es gibt dafür keinen Ersatz... Wir verlangen nicht, bevorzugt behandelt zu werden. Jeder Staat hat Grenzen und ist für seine eigene Sicherheit zuständig. Wir wünschen nicht, daß irgend jemand über uns wacht und für unsere Sicherheit verantwortlich ist. Wir haben dies Dr. Jarring mitgeteilt. Aber nachdem wir einen endgültigen Frieden (nach unseren Vorstellungen) ausgehandelt haben, werden wir auf jeden weiteren Vorschlag für zusätzliche Sicherungen eingehen.

Wir glauben nicht, daß es Platz für drei Staaten zwischen dem Mittelmeer und der irakischen Grenze gibt. Wie sich der zweite Staat nennt, ist uns gleichgültig. Aber ein dritter Staat (im Gaza-Streifen und Westjordanien) ist ausgeschlossen, wenn Frieden in diesem Gebiet herrschen soll..."