In panischer Flucht ziehen sich die südvietnamesischen Truppen aus Laos zurück. Unter Preisgabe von Waffen und anderem Material versuchen sie verzweifelt, den Einkesselungs versuchen der Nordvietnamesen entlang der Straße Nr. 9 zu entgehen. Amerikanische Hubschrauber-Piloten fliegen pausenlos Soldaten und Verwundete aus. Der sehr früh gekommene Monsun-Regen behindert auch den Einsatz der Luftwaffe.

Selbst neu eingesetzte Saigoner Elite-Einheiten, durch die heftigen Angriffe demoralisiert, haben aufgegeben. Soldaten hängen sich an die Landekufen von Hubschraubern, um die rettenden Basen in Südvietnam zu erreichen. Saigon verheimlicht den Mißerfolg der Invasion nicht länger. Ein Viertel der 22 000 eingesetzten Soldaten ist durch Tod oder Verwundung ausgefallen. Noch schlimmer wird die psychologische Niederlage bewertet: Ohne drückende Luftüberlegenheit der Amerikaner sind Saigons Einheiten den mit Panzern angreifenden Kommunisten hoffnungslos unterlegen.

Hanois Truppen rücken dagegen vor. Sie haben zwar schwere Verluste hinnehmen müssen; dennoch bedrohen sie jetzt schon die laotische Stadt Luang Prabang. Auch im Norden Südvietnams verstärken sie ihre Überfälle auf amerikanische Basen. Besonders Khe Sanh, die Operationsbasis für die Evakuierungs-Aktion, liegt unter ständigem Beschuß.