Vor allem die junge Generation unter Amerikas Arbeitnehmern findet Gefallen an der Vier-Tage-Woche mit einer Arbeitszeit von 40 Stunden. Das Gallup-Institut hat bei einer Meinungsumfrage ermittelt, daß 45 Prozent aller Männer in den USA für die Vier-Tage-Woche votieren. Anders ihre Ehefrauen: Sie halten zehn Stunden Arbeitszeit pro Tag für zu anstrengend für ihre Männer. Experten wagen trotzdem die Prognose, daß in fünf Jahren 80 Prozent der amerikanischen Industrie nur noch an vier Tagen in der Woche produzieren werden.

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In der DDR wagen sich immer mehr Frauen in die Hörsäle: An den Universitäten und Hochschulen sind 34 Prozent aller Kommilitonen weibliche Studenten, an den Fachschulen ist ihr Anteil auf 45 Prozent angewachsen. In der Bundesrepublik hingegen ist erst ein Viertel der Studenten weiblichen Geschlechts – ein Anteil, den die DDR vor zehn Jahren erreicht hatte. Zugenommen hat dagegen die Zahl der Kinder aus Arbeiterfamilien, die den Weg an die Universitäten der Bundesrepublik finden. Während im Wintersemester 1966/67 nur 6,5 Prozent der Studienanfänger an bundesdeutschen Universitäten aus Arbeiterfamilien kamen, waren es im Wintersemester 1969/70 immerhin 10,6 Prozent. Dieser Anteil ist aber immer noch relativ bescheiden, da 1969 etwa 54 Prozent aller erwerbstätigen Männer Arbeiter waren.

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In Deutschland sind Frauen auf höchsten Manager-Posten nicht gern gesehen. Der Düsseldorfer Personalberater Jörg Zauber hat ermittelt, daß nicht einmal ein Prozent der Führungspositionen in der deutschen Wirtschaft von Frauen besetzt sind. Abgesehen von Kapitaleignern gibt es zum Beispiel kein einziges weibliches Vorstandsmitglied. Zauber glaubt auch den Grund für diesen unbefriedigenden Zustand gefunden zu haben: die Selbstherrlichkeit und Eitelkeit der Männer. Sie zahlen Frauen nicht nur schlechter als männliche Kollegen, sie trauen ihnen auch weniger zu. Jm mittleren Managementkonnten. sich die Frauen indes ein kleines bißchen mehr Respekt verschaffen. Hier haben sie es auf einen Anteil von fast zwei Prozent gebracht.

Ein neuer kaufmännischer Beruf wurde in Bayern geschaffen: der Lehrverkäufer, Die Ausbildung zum Ausbilder wird in 132 Unterrichtsstunden am Bildungszentrum des Bayerischen Handels in München vorgenommen. Der Lehrverkäufer soll aber nicht nur als Pädagoge tätig sein, sondern auch beim Personaleinsatz und bei der Sortimentsgestaltung mitwirken.