Von Dietrich Strothmann

Unter dem Titel „Kampagne gegen Steffen“ unternahm das NDR-Fernsehmagazin „Panorama“ am 22. März den Versuch, Licht in eine Kontroverse zu bringen, die seit Beginn des Monats Blätter des Springer-Konzerns gegen den schleswig-holsteinischen SPD-Vorsitzenden und Ministerpräsidenten-Kandidaten Jochen Steffen führen – und umgekehrt.

Das „Panorama“-Unternehmen, gestartet in der Absicht. Steffen gegenüber den Attacken der Springer-Presse zu verteidigen, gelang nur halbwegs. Ein Rest von Ungereimtheiten, Unklarheiten und Ungenauigkeiten blieb. Was hat der Wahlredner und Journalist Steffen gesagt? Und was haben einige namhafte Springer-Journalisten, um ihn bloßzustellen, daraus gemacht?

I. Worte Steffens

In der Kieler SPD-Wochenzeitschrift Nordwoche (Herausgeber: Steffen, Aufläge: 15 000) hatte Jochen Steffen (bekannt auch als der „rote Jochen“) in der letzten Zeit einige. Artikel im Wahlkampftenor veröffentlicht. In einem dieser journalistischen Beiträge stand auch dieser Satz:

„Diese SS trägt keine schwarzen Uniformen und errichtet keine Konzentrationslager. Diese SS heißt Strauß und Springer und will deutsche Kapitalherrschaft in der EWG und Ungestörte Meinungsmache. Beides mit dem Finger am Abzugsbügel atomarer moderner Raketen;

Steffen wandelte mit seinem SS-Begriff eine Formulierung von Franz Josef Strauß, ab, die der Spiegel in der Nummer 42 vom 13. Oktober 1969 zitiert hatte: