Der ehemalige Vorsitzende der Schutzgemeinschaft der deutschen Gramco-Anleger (8 München, Marsstraße 12/1), Hans Joachim Eisele aus Ingolstadt, soll USIF-Anteile im Werte von rund 60 000 Mark besitzen. Das zeigt, daß er als „Gramco-Starverkäufer“ wenigstens selbst an die unrealistischen Gewinnversprechungen geglaubt hat, mit denen er Käufer für USIF-Anteile zu gewinnen versuchte. Jetzt besitzt er genauso wie die anderen Anleger Zertifikate, die zur Zeit niemand in bares Geld umzutauschen gewillt ist.

Doch Eisele resignierte nicht. Er sann nach einem Weg, um die Zertifikate wieder zu neuem Leben zu erwecken: Anfang Februar unterbreitete er allen seinen Leidensgenossen einen Rettungsvorschlag.

Sie sollten ihre USIF-Anteile an die American Realequities Corporation (ARC) übertragen und dafür im Gegenwert von 7,65 Dollar (die letzte Notiz für USIF-Anteile, bevor der Fonds geschlossen wurde) pro Anteil eine ARC-Aktie erhalten. Freilich sollte die Umtauschaktion nicht umsonst sein: 20 Prozent hätten die USIF-Anleger in bar nachschießen sollen.

Als Gegenleistung versprach Eisele, daß die ARC in Amerika die Rechte der deutschen Anleger gegenüber dem Gramco-Management wahrnehmen würde und sie vor einem Totalverlust ihrer Anlage schützen könnte.

Offenbar war die Rettungsaktion nicht besonders erfolgreich. Verständlich, weil nach allen Erfahrungen nur wenige Anleger bereit sind noch einmal etwas für eine Anlage zu zahlen, die bislang kein Glück brachte. Die unentschlossenen Anleger bekamen deshalb Mitte März wieder einen Brief aus Ingolstadt. Eisele erklärt darin noch einmal ausführlich seinen Rettungsvorschlag und bittet um Unterschrift auf die mitgeschickte Abtretungserklärung.

Inzwischen wurde der Rettungsplan allerdings noch verfeinert: Der ARC-Aktionär soll seine Aktien nicht selbst verwalten. Vielmehr sollen ARC-Aktionäre ihre Aktien als Kapitaleinlage in eine Kommanditgesellschaft einbringen, deren persönlich haftender Gesellschafter Eisele werden will. Der Vorteil dieser Variante: Statt Aktien in Dollar sollen die USIF-Anleger fortan wieder eine Mark-Anlage besitzen.

Vielleicht spekuliert Herr Eisele darauf, daß die Enttäuschung bei den Anlegern schon so groß ist, daß sie für eine Mark-Anlage alles unterschreiben.