Von Joachim Schwedhelm

Angestaubtes Nachtlied Der Mond ist aufgegangen, die Sternlein sind verhangen und waren einst so klar. Die Welt ist schwarz und schweiget, aus ihren Städten steiget ein gelber Nebel sonderbar.

So legt euch denn, ihr Brüder, die Masken an, schöpft wieder die Luft durch einen Schlauch. Verschon’ mit Paragraphen die, deren Schlote paffen, und unser Nachbar-Kraftwerk auch.

Sandmanns Geschäfte Kommt ein Wölkchen angeflogen, regnet Staub ganz sacht, zentnerweise abgewogen. Und der Sandmann lacht. Abend will es wieder werden schon zur Frühstückszeit, und kein Mensch hat hier Beschwerden, wenn man ihm ins Aug’ was streut.

Fischers Fritz

Fischers Fritz fischt frische Fische nicht mehr, er fischt Fusel-Flaschen; farbig-chemische Gemische geh’n ihm auch noch in die Maschen.

Fort fischt Fritz frustriert im Trüben; rings um ihn aus Abflußrohren sprudelt Schaum in schnellen Schüben. Fritze reicht’s bis zu den Ohren.