Einen starken Zuwachs für die CDU, Gewinne für die SPD und zum Teil große Verluste für die FDP brachten die Kommunal wählen in 21 Gemeinden Niedersachsens. Die Kommunalparlamente mußten neu gewählt werden, weil sich am 1. Februar dieses Jahres achtzig kleinere Orte zu Großgemeinden zusammengeschlossen hatten. Dieser Zusammenschluß war freiwillig geschehen.

Die Parteien in Niedersachsen hatten dieser Teil-Kommunalwahl große Bedeutung zugemessen. Sie erwarteten Aufschlüsse über den Trend gerade in der Landespolitik. Im niedersächsischen Landtag regiert die SPD mit nur einer Stimme Mehrheit.

Größter Gewinner ist die CDU, die ihren Stimmenanteil gegenüber der Kommunalwahl 1968 in den betreffenden Gebieten von 37,7 Prozent auf 48,1 Prozent steigern konnte. Die SPD verbesserte sich von 40,7 Prozent auf 42,1 Prozent. Die FDP fiel von 5,5 Prozent auf 2,5 Prozent, die NPD von 24 Prozent auf 0,3 Prozent. Alle anderen Parteien blieben unter 0,7 Prozent.

In die 21 Kommunalparlamente ziehen damit 182 Vertreter der CDU, 134 Vertreter der SPD, 22 Abgeordnete der Wählergemeinschaften, sechs der FDP und ein Vertreter der Unabhängigen Wählergemeinschaften. Die Wahlbeteiligung lag mit 78,5 Prozent um 2,8 Punkte unter der von 1968. CDU und SPD werteten das Ergebnis als Bestätigung ihrer Politik und zugleich als Beweis für die Entwicklung zum Zweiparteiensystem.