Hervorragend:

„Blondie’s Number One“, von Robert Van Ackeren. „Bloody Mama“, von Roger Corman.

Im Fernsehen: „Die verkaufte Braut“ (1932), von Max Ophüls (West III am 12. April), verfährt mit der Oper nach Belieben. Der Film ist eher subversiv als respektlos, denn er düpiert die Moral derselben Gesellschaft, der die Oper als Genußmittel dient. Karl Valentin und Liesl Karlstadt machen daraus ein proletarisches Vergnügen, dem der kunstsinnige Spätbürger Ophüls die Lampe hält, mit allen Mitteln einer ebenso zerstörerischen wie integrativen Ton-Bild-Montage. Er macht kaputt, was ihm Spaß macht, und fügt es zum Spaß wieder zusammen.

PWJ

„Die Subversiven“ (1967), von Paolo und Vittorio Taviani (West III am 10. April). Vier Filme in einem, und ein fünfter dazu: das Begräbnis des italienischen KP-Führers Togliatti. Es ist, als ob der Tod der Vaterfigur das Signal zum Aufbruch wäre. Viermal fallen Entscheidungen gegen die Verhältnisse. So privat das oft erscheinen mag, so sehr wird durch den Verschnitt fiktiver Szenen mit dem pompösen Dokumentarmaterial ein Klima erzeugt, in dem endlich auch die Entscheidung einer Ehefrau für Lesbos als politische Tat wirken kann. PWJ

„Die Kinder des Olymp“ (Frankreich 1943–45), von Marcel Carné (ZDF am 9. und 10. April). „Das neue Babylon“ (UdSSR 1929), von G. Kosinzew und L. Trauberg (West III am 11. April). „Easter Parade“ (USA 1948) mit Judy Garland und Fred Astaire, von Charles Walters (Hessen III am 12. April).

Sehenswert: