Wenn Sie Schallplatten kaufen, dann – Unbedingt:

Richard Wagner: „Götterdämmerung“ (Finale); Kirsten Flagstad, Philharmonia Orchestra London, Leitung: Wilhelm Furtwängler; „Siegfried“ („Heil dir, Sonne!“); Kirsten Flagstad, Sei Svanholm, Philharmonia Orchestra London, Leitung: George Sebastian; Electrola Dacapo 1 C 047-01149 M, 10,– DM.

Solange Furtwänglers italienische „Ring“-Einspielung noch in den Tonbandarchiven einer unschlüssigen Schallplattenindustrie Staub ansetzt, hat die Londoner Furtwängler-Flagstad-Aufnahme der Schlußszene aus der „Götterdämmerung“, Dokument eines exemplarischen Wagner ohne Experimente, jetzt für zehn Mark zu haben, mehrfachen Wert.

Nach Möglichkeit:

Franz Schubert: „Forellenquintett A-Dur op. 114“ und „Notturno Es-Dur op. 148“; Mitglieder des Collegium aureum und Jörg Demus, Hammerflügel von Conrad Graf; harmonia mundi 30515 M, 25,– DM.

Schuberts nächst der „Unvollendeten“ wohl populärstes Opus unpopulär gespielt, mit einem Wiener Flügel der Schubertzeit. Das Klavier hier klingt leicht metallisch, aber dezenter, auch durchsichtiger als die opulenten Instrumente unserer Tage – das Quintett erscheint einmal tatsächlich als Kammermusik, nicht als Klavierkonzert im Kleinformat.

Vielleicht: