Hervorragend:

„Der große Irrtum“, von Bernardo Bertolucci. „Deep End“, von Jerzy Skolimowski. „Der Wolfsjunge“, von François Truffaut

Im Fernsehen: Serenade zu dritt“ (USA 1933), von Ernst Lubitsch (West III am 21. Mai). Man hat ihn einen Konfektionär genannt, doch Lubitsch ist ein Couturier, der seinen Puppen, Mannequins und Dressmen unentwegt neue Kleider schneidert, die er an ihnen ausprobiert. Eine Frau und zwei Männer probieren die Möglichkeiten durch, die es für diese Konstellation gibt, und sie sagen auch, welche Variationen sie ausrissen. Das Spiel kann nie zu Ende gehen, alle Schlüsse des Films sind Täuschung, und wenn er tatsächlich am Ende ist, könnte er erst beginnen. Die Vielfalt des Kinos, das mehr sein will: Der Originaltitel lautet kaum von ungefähr „Design for Living“. PWJ

„Das Schweigen“ (Schweden 1963), von Ingmar Bergman (ZDF am 25. Mai). „Le Drôle de Drame“ (Frankreich 1937), von Marcel Carne (Bayern III am 21. Mai). „It happened one Night“ (USA 1934), von Frank Capra (Nord III am 23. Mai). „Die Unterdrückung der Frau ist vor allem an dem Verhalten der Frauen selber zu erkennen“ (BRD 1970), von Hellmuth Costard (Hessen III am 27. Mai). „Die Puppe“ (Deutschland 1919), von Ernst Lubitsch (West III am 22. Mai). „Der Mensch ist kein Vogel“ (Jugoslawien 1965), von Dušan Makavejew (Hessen III am 21. Mai). „Der Stolz der Firma“ (Deutschland 1914), von Carl Wilhelm (West III am 22. Mai). „Mut für den Alltag“ (ČSSR 1965), von Evald Schorm (Bayern III am 23. Mai).

Sehenswert:

„Laßt uns töten, Companeros“, von Sergio Corbucci. Expliziter als bei anderen Regisseuren spürt man bei Corbucci, wie sich das Westerngenre zu politischen Parabeln stilisieren läßt. Wie sein „Mercenario“ spielt auch sein neuester Film in Mexiko zur Zeit der Revolution, und wie dort besteht auch hier das Heldengespann aus einem europäischen Desperado und einem mexikanischen Revolutionsfanatiker. Aus einem amerikanischen Gefängnis befreien sie einen alten Professor, der, ein erklärter Anhänger der Gewaltlosigkeit, als einer der führenden geistigen Kräfte der – Revolution gilt. Vor der blanken Gewalt kapitulierend, greift er schließlich trotzdem zur Waffe, um das Böse zu vernichten, und stirbt dabei. Er hatte sein Gewehr nicht geladen. Corbucci hat sein Traktat über Sinn und Unsinn der Gewalt, über die intime Beziehung zwischen Idealismus und Korruption geschickt in das Muster des Italo-Western verwoben. Nur die deutsche Synchronisation pfuscht ihm mit Witzchen dazwischen. WL

„Scavangers“, von Robert Lee Frost. „Fluchtpunkt San Franzisko“, von Richard C. Sarafian. „Lawman“, von Michael Winner.