Die CDU/CSU fürchtet, daß ihr Gesetzentwurf über einen Beteiligungslohn für Arbeitnehmer im Bundestag blockiert wird. Vorbeugend fragte deshalb der CDU-Eigentumsexperte Burgbacher die Bundesregierung, ob das von ihr favorisierte 624-Mark-Gesetz nicht mehr koste als die CDU-Alternative.

Ist Ihr Gesetzentwurf bereits chancenlos?

Nein, das glaube ich nicht. Wir werdet! zunächst in den Ausschüssen und dann im Plenum um diesen Entwurf kämpfen.

Sie halten Ihre Idee gegenüber dem von der Regierung durchgesetzten 624-Mark-Gesetz für überlegen?

Die Idee des 624-Mark-Gesetzes ist eine einfache und schöne Idee. Sie hat nur den Nachteil, daß – wenn vorher die Leute nicht für 312 Mark zu gewinnen waren – sie auch für 624 Mark nicht zu gewinnen sind.

Aber im Augenblick spricht doch die steigende Zahl der 624-Mark-Sparer gegen Ihren Einwand.

Wenn Sie jetzt die tariflichen Vereinbarungen meinen, ja. Aber das Kernproblem ist doch nicht das Geldsparen, sondern die Beteiligung der Unselbständigen am Produktionskapital. Das Geldsparen vergrößert ja die schlechte Verteilung des Produktivkapitals. Denn der Geldsparer bekommt allein die Zinsen. In der Wirtschaft aber werden über die Zinsen hinausgehende Gewinne gemacht. Und die fließen als Eigentum dahin, wo Alteigentum besteht.