Schutzvereinigung will verhandeln

Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e. V., Düsseldorf, Humboldtstraße 9, hat die amerikanische Anwaltsfirma Morgan, Lewis & Brockuis, Philadelphia, damit beauftragt, für die deutschen Usif-Fonds-Anleger Verhandlungskontakte mit der Trust Corporation of Bahamas, Treuhandbank des Fonds, und dem bahamesischen Finanzministerium aufzunehmen. Die Schutzvereinigung hatte die deutschen Anleger vor einigen Wochen aufgerufen, sich für die Auseinandersetzung mit der Usif-Managementgesellschaft Gramco zusammenzuschließen, Die Inhaber von Usif-Immobilienfondsanteilen müssen zur Vortretung ihrer gemeinsamen Interessen fünf Prozent ihres Anlagekapitals zur Bildung einer „Kriegskasse“ bei dem Münchner Bankhaus Maffei & Co. einzahlen. Wenn nicht mindestens 500 000 Dollar zusammenkommen, wird das eingezahlte Geld ohne Abzug wieder an die Anleger zurückgezahlt. Die Schutzvereinigung will versuchen – vorausgesetzt, daß die Kriegskasse die Höhe von 500 000 Dollar erreicht –, auf dem Verhandlungswege rechtzeitig zu einer für die Anleger positiven Vereinbarung mit dem Finanzministerium und der Treuhandbank zu gelangen. Ansonsten besteht die Gefahr, daß andere potente Anlegergruppen mit ihren Plänen, das Fondsvermögen zu liquidieren, Erfolg haben könnten.

Wieder bei acht Prozent

Die Landesbank Schleswig-Holstein, Kiel, gibt neuerdings wieder Pfandbriefe aus, die mit einem Zinssatz von acht Prozent ausgestattet sind; die Ausgabe erfolgt zu 100 Prozent. Auf die Jahre 1973 bis 1980 wurde die Tilgung festgelegt. Daraus ergibt sich eine mittlere Laufzeit von sechs Jahren. Die Zinszahlung erfolgt halbjährlich jeweils im Juni und Dezember.

Neuer Haus- und Boden-Fonds

Die Bremer Treuhand hat den 24. HB-Fonds aufgelegt: Das zur Zeichnung angebotene Fondskapital beläuft sich auf 17,4 Millionen Mark, das Fondsvermögen beträgt rund 55 Millionen Mark. Die Bremer Treuhand baut dafür 521 öffentlich geförderte Mietwohnungen in Hannover (216), Bielefeld (157) und Bergneustadt (148). Das gesamte Projekt soll im Sommer 1973 fertiggestellt sein. Der HB-Fonds 24 empfiehlt sich als langfristige Anlage, da die Anteilseigner im Grundbuch eingetragen werden und deshalb die Veräußerung der Anteile grunderwerbssteuerpflichtig ist. Zum Ankauf von Fondsanteilen können Bausparguthaben Steuer- und prämienunschädlich eingesetzt werden.