Baden-Württembergs Abiturienten können künftig ihre Studienwahl besser vorbereiten. Das Kultusministerium in Stuttgart hat nämlich eine zentrale Beratungsstelle für das Hochschulwesen in der Landeshauptstadt (Königstraße 32) eingerichtet. Die Abiturienten-Berater geben Auskünfte von Studiengängen über Zulassungsbeschränkungen bis zu Finanzierungsfragen.

Die Furcht vor einem "Akademiker-Proleta-Hat" ist nach der Überzeugung des Bonner Wissenschaftsministeriums zumindest für die nächsten Jahre unbegründet. Neue Schätzungen ergaben einen Bedarf von 1,42 Millionen Hochschulabsolventen im Jahre 1980. Bis 1975 soll die Zahl berufstätiger Akademiker bereits auf 1,22 Millionen anwachsen. 1968 war es noch rund eine Million Akademiker, die genügten, um den Bedarf zu decken.

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Die vielen Klagen über die unzweckmäßige Ausbildung der Juristen scheinen nicht vergeblich gewesen zu sein. An der Universität Augsburg wird nun erstmals die einphasige Ausbildung erprobt. Rechtsstudium und Referendarzeit bilden also eine Einheit, theoretische und praktische Unterweisung wechseln einander ab. Dieser kombinierte Studiengang dauert bis zum zweiten Staatsexamen sechs Jahre, verkürzt also die bisherige Ausbildungszeit. An mehreren norddeutschen Universitäten soll bald ein ähnliches Ausbildungsmodell praktiziert werden.

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Die größten Unternehmen zahlen nicht immer die besten Gehälter. Das gilt auch für die USA. So ist der Boss des Telefon-Riesen ITT mit 767 000 Dollar Jahresgehalt der höchstdotierte amerikanische Chef, sein Unternehmen liegt (gemessen am Kapital) jedoch nur an 16. Stelle. Platz 2 unter den Spitzenverdienern gehört Henry Ford II mit 500 000 Dollar pro Jahr. Relativ bescheiden nimmt sich dagegen das Gehalt von Präsident Nixon aus: Er kassiert 200 000 Dollar, sein Vizepräsident Agnew "nur" 62 500 Dollar.

Einen speziellen Service für Manager bietet neuerdings die Deutsche Klinik für Diagnostik in Wiesbaden. Nach dem Vorbild der amerikanischen Mayo-Klinik wurden Standard-Verträge für Betriebe entwickelt, die ihre Führungskräfte regelmäßig zu gründlichen Vorsorgeuntersuchungen schicken wollen. Alle ein bis zwei Jahre können sich die Manager auf Herz und Nieren untersuchen lassen, wenn ihre Betriebe dafür zwischen 1200 und 1400 Mark auf den Tisch legen.