Hervorragend:

"Der große Irrtum", von Bernardo Bertoluccn "Lenz", von George Moorse. "Deep End", von Jerzy Skolimowski. "Der Wolfsjunge", von François Truffaut.

Im Fernsehen: "Stadt in Angst" (USA 1954), von John Sturges (ARD am 5. Juni). John Sturges zählt nicht gerade zu den ganz Großen, obwohl dem Western-Regisseur Spitzenerzeugnisse des Handwerks gelungen sind. Was "Bad Day at Black Rock" auszeichnet, ist die Übereinkunft mehrerer Glücksfälle: ein Regisseur auf dem Höhepunkt seiner Ambition, eine Elite von Hollywood-Darstellern, Farben von Eastman, Cinemascope und eine Geschichte, die das Muster des Western (Ein Mann kommt in die Stadt...) auf die Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg überträgt. Ein Film also, der nicht nur bis ins kleinste Detail kalkuliert worden ist, sondern auch als Qualitätsfabrikat der Industrie: absolut künstlich und verblüffend schönes Kino. PWJ

"Angel" (USA 1937), von Ernst Lubitsch (West III am 4. Juni). "Die Schöne der neunziger Jahre" (USA 1934), von Leo McCarey (Bayern III am 4. Juni). "Spätherbst" (Japan 1960), von Yasujiro Ozu (Bayern III am 6. Juni).

Sehenswert:

"Laßt uns töten, Companeros", von Sergio Corbucci. "Scavangers", von Robert Frost. "Pechvögel", von Jerry Lewis. "Fluchtpunkt San Franzisko", von Richard C. Sarafian.

Im Fernsehen: "Brigitte und Brigitte" (Frankreich 1966), von Luc Moullet (Bayern III am 5. Juni), ist ein Produkt französischer Kinokultur, undenkbar ohne Truffaut, Godard und zumal den Chabrol der ersten Filme, der in einer Szene als geiler Vetter auftreten darf. Moullet versteht sich als jüngeren Nachfahr und Interpreten der nouvelle vague, deren Liebe für das Kino Hollywoods er teilt, ohne es nachahmen zu wollen: Hollywood ist französisch spiritualisiert. Zwei Studentinnen, die aus verschiedenen Provinzen nach Paris kommen, erfahren die Wirklichkeit kinogemäß, nicht nur primär, sondern vor allem vermittelt. Das setzt für die Rezeption der zuweilen intellektualisierten Späße mehr voraus als naive Kinolust. PWJ