In der Türkei haben Polizei und Militär ihre Aktionen gegen Terroristen und Untergrundkämpfer verstärkt. Die Überwachung der syrischen Grenze wurde verschärft; das ganze Land durchzieht eine Verhaftungswelle, die den republikanischen Parteichef Inönü veranlaßte, die Sicherheitsbehörden zur Zurückhaltung zu mahnen.

Für Schlagzeilen sorgten vier Jugendliche, die, wie es heißt, mit dem Mord an dem israelischen Generalkonsul Elrom in Verbindung stehen. Sie wurden am Sonntag in Istanbul gestellt. Zwei von ihnen schossen sich den Weg frei; die beiden anderen flüchteten in die Wohnung eines türkischen Majors. Dabei verloren sie ein Paket mit Waffen, Geld und den Ausweispapieren Elroms. Zwei Tage lang hielten sie die 14jährige Tochter des Majors als Geisel fest. Die Regierung lehnte, im Einverständnis mit dem Vater, die Forderung der Jugendlichen nach Pässen und freier Ausreise ab.

Am Dienstag stürmte das Militär, das die ganze Zeit das Haus umstellt hielt, in einer Drei-Minuten-Aktion die Wohnung. Einer der Terroristen wurde dabei erschossen, der zweite wurde schwerverwundet festgenommen. Das Mädchen blieb unverletzt.