Aufforderung zur Opposition

Die Berliner Aktionärs-Schutzvereinigung Atlantis fordert die Aktionäre des Frankfurter Luftverkehrsunternehmens Atlantis AG auf, bei der am 28. Juni in Frankfurt stattfindenden Hauptversammlung gegen die Vorschläge der Verwaltung zu stimmen. Insbesondere hält die Schutzvereinigung den Verzicht auf das Bezugsrecht zugunsten der Münchner Flugzeugfinanzierungsgesellschaft, "Flugkapital", "Flugfinanz" und "Airkapital" für ungerechtfertigt. Zudem hält man in Berlin eine Kapitalerhöhung auf 20 Millionen für ausreichend. Die Atlantis-Verwaltung fordert aber eine Kapitalerhöhung um 12,25 auf 25 Millionen Mark. Dabei sollen den Aktionären 6,375 Millionen zum Kurs von 130 Prozent zum Kauf angeboten werden, wänrend die restlichen 5,875 Millionen unter Ausschluß des gesetzlichen Bezugsrechtes an die Finanzierungsgesellschaften, die sämtlich als steuergünstige GmbH & Co. KG gegründet sind, gehen sollen. Die Hauptversammlung scheint eine der "heißesten" dieser Saison zu werden: Die bekannten Oppositionäre Fiebig und Onnasch sollen ihr Erscheinen bereits zugesagt haben, während Kleinaktionär Nold noch nicht sicher ist, ob er nach Frankfurt gehen will.

Rente aus Meinerzhagen

über eine neuentwickelte Sparform will die Spar- und Darlehnskasse eGmbH, Meinerzhagen, überregional Kunden gewinnen. Als "einzigstes deutsches Kreditinstitut" bietet sie Sparern seit wenigen Tagen das sogenannte "Renten-Zertifikat" an, Durch Bareinzahlung eines beliebig hohen, durch 1000 teilbaren Betrages erwirbt der Anleger einen Anspruch auf Rentenzahlung für die Dauer von fünf bis zwanzig Jahren. Dabei kann die "Renten"-Zahlung je nach Wunsch bereits nach einem Monat oder aber erst nach vier Jahren beginnen.

Unfallgeld für Hausfrauen

Die NOVA-Unfallversicherung, Hamburg, hat die Tätigkeit der Hausfrau als Berufstätigkeit anerkannt, Bei dem neuesten Angebot der Hamburger Versicherungsgesellschaft sind alle Personenkreise im Alter von 14 bis 60 Jahren "rund um die Uhr für alle Unfälle versichert". Das Unfallgeld (höchstens 50 Mark täglich bis zu 60 Tagen) wird nicht nur bei Krankenhausaufenthalt ausbezahlt, sondern auch bei ambulanter Behandlung einer unfallbedingten Arbeitsunfähigkeit. Die Versicherungsprämie beträgt pro Person 1,50 Mark im Monat bei einer Leistung von fünf Mark täglich.