Aus dem mißglückten Versuch, englische Arbeiter in deutschen Fabriken zu beschäftigen, haben beide Seiten offensichtlich gelernt. Die deutschen Unternehmer, die Engländer anheuern wollen, werden künftig von der Bundesanstalt für Arbeit darüber informiert, worauf es im Umgang mit den Insel-Gästen ankommt. Das Londoner Arbeitsministerium will dafür sorgen, daß reisewillige Briten über Lebens- und Arbeitsbedingungen in der Bundesrepublik aufgeklärt sind, bevor sie den Kanal überqueren.

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Manager in den USA werden besser bezahlt als ihre Kollegen in anderen Industrieländern. Dafür muß der amerikanische Spitzenmann aber länger warten, bis er den Weg nach oben geschafft hat. Deutsche und französische Manager nehmen am längsten Urlaub: Während sie vier bis fünf Wochen dem Arbeitsplatz fernbleiben, genehmigen sich die Führungskräfte in Kanada und den USA nur vierzehn Tage Jahresurlaub.

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Nachwuchskräften ist nicht zu raten, eine Stelle in München zu suchen. In jeder anderen Großstadt der Bundesrepublik verdienen sie nämlich mehr. Die Olympiastadt scheint so viele junge Leute anzuziehen, daß ein Überangebot an Nachwuchskräften besteht. In Hamburg zum Beispiel wird für gleiche Tätigkeiten im Monat 200 Mark mehr bezahlt als in München.

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