In der Bundesrepublik gibt es eine neue Rechtspartei. Am vergangenen Wochenende wurde in Düsseldorf die "Deutsche Union" aus der Taufe gehoben. Die rund 300 Teilnehmer der Gründungsversammlung wählten den 57jährigen Bundestagsabgeordneten Siegfried Zoglmann (Bild) zum ersten Vorsitzenden.

Die "Deutsche Union", der nach Zoglmann am Gründungstag etwa 2000 Mitglieder angehörten, setzt sich zum größten Teil aus Anhängern der "Nationalliberalen Aktion" zusammen. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, die Bonner SPD/FDP-Koalition spätestens bei den Wahlen 1973 zu stürzen. Zu diesem Zweck bot sie den Unionsparteien, bei deren Fraktion Zoglmann zur Zeit hospitiert, enge Zusammenarbeit an, stieß aber auf wenig Gegenliebe.

In seinem Schlußreferat warf Zoglmann der Bonner Regierung vor, "utopischen Zielvorstellungen" nachzujagen. Die Ostverträge seien ein "reines Verlustgeschäft". Es gelte, "gegen die Entmannung der Autorität" aufzustehen.