Wenn Sie Schallplatten kaufen, dann –

Unbedingt:

"Joseph Szigeti und Béla Bartók spielen Beethoven, Debussy und Bartók"; Electrola-Vanguard C 153–92176/7, 32,– DM

Das ist eine Aufzeichnung eines Konzerts, das die beiden Ungarn in der Washingtoner Library of Congress gaben, am 13. April 1940, am Vorabend von Bartóks Emigration. Der Geiger Szigeti hatte Europa schon ein Jahr zuvor verlassen. Ihr Konzert zeigt Szigeti auf der Höhe seiner instrumentalen Kunst, als dezent inbrünstigen Melodiker und Bartók als professionellen Pianisten – keineswegs asketisch herb, sondern sehr sensibel, voll Sinn für Kolorit und Emotion der Musik. Ein Dokument höchsten Ranges.

Nach Möglichkeit:

"Ouvertüren von Mozart, Beethoven und Wagner"; Orchester der Wiener Staatsoper, Leitung: Karl Böhm; Phonogram (Philips) 556 3083, 12,80 DM

"Erlös zugunsten der Weltkampagne zur Bekämpfung von Hunger und Not" – aber auch sich selbst tut man Gutes, wenn man diese Platte kauft. Sie ist ein Unikum. Denn sie enthält sieben Ouvertüren – Aufnahmen, die sämtlich aus Premieren der Wiener Staatsoper stammen, darunter "Don Giovanni", "Fidelio" und "Leonore III" von der Eröffnungswoche 1955. Außer dem alten "Ariadne"-Mitschnitt dürfte es keine andere Schallplatte geben, die derart dicht atmosphärisch Karl Böhms beispielhafte Arbeit mit dem Wiener Orchester überliefert.