Kreditgrenze erhöht

Die Commerzbank AG hat die Höchstgrenze für Kleinkredite von 2000 auf 4000 Mark erhöht und die maximale Laufzeit um ein Jahr auf nunmehr 36 Monate verlängert. Gleichzeitig wurde der Name dieses Kreditprogrammes, das seit 1959 angeboten wird, in Kaufkredit geändert. Am Bearbeitungsverfahren des Kreditantrags wurde dagegen nichts verändert: Auch in Zukunft wird der Kreditnehmer "unverzüglich" über den beantragten Kredit verfügen können, wenn mit dem Antrag ein gültiger Personalausweis und eine Verdienstbescheinigung vorgelegt wird. Die Verzinsung des Kaufkredits beträgt zur Zeit 0,6 Prozent monatlich.

Mehr Geld für Investment-Fonds

Den sieben im Bundesverband Deutscher Investment-Gesellschaften e. V. (BVI) zusammengeschlossenen Fondsgesellschaften (ADIG, Allfonds, Deutsche Gesellschaft für Wertpapiersparen, Deutsche Kapitalanlagegesellschaft, Deutscher Investment Trust, Internationale Kapitalanlagegesellschaft und Union-Investment-Gesellschaft) wurden im vergangenen Monat insgesamt 41,7 Millionen Mark zur Anlage in Investmentfonds anvertraut. Im Vergleich zum Mai 1970 bedeutet dies für das Aufkommen eine Steigerung um rund 47 Prozent. Die Mitglieder des BVI bieten zur Zeit 37 Investment-Fonds an: Das Gesamtvermögen, das von den Fondsgesellschaften verwaltet wird, betrug per 31. Mai 9,3 Milliarden Mark (Mai 1970: 8,1 Milliarden); insgesamt waren am 31. Mai 241 Millionen Investmentanteile im Umlauf.

Schutzgemeinschaft für USI-Anleger

In Bremerhaven wurde jetzt die "Schutzgemeinschaft der USI-Anleger und Anlageberater e. V." gegründet. Die Schutzgemeinschaft, deren Gründer und derzeitiger Vorsitzender von Beruf Rechtsanwalt und Notar ist, will Anlegern helfen, die Geld in Fonds der illiquide gewordenen USI-Gruppe angelegt haben. Die Gruppe, deren Fonds (United States Investment Plan, USIP, United Growth Fund, UGF, United Income & Growth Fund, USI Venture Fund, Euro-American Real Estate Fund und Fund of National) größtenteils in Panama registriert sind, hat in der Bundesrepublik schätzungsweise für rund 10 Millionen Dollar Anteile verkauft. In der Vergangenheit wurden keine Zinsen mehr bezahlt und Kündigungen nicht mehr ausgeführt.

Abfindungsverdächtig

Ende dieses Jahres läuft die Frist ab, bis zu der sich die niederländische Akzo N. V. verpflichtet hat, den restlichen freien Aktionären der Glanzstoff AG kein günstigeres Umtauschangebot als 1969 vorzulegen. Da ein mögliches Angebot kaum zu schlechteren Konditionen als 1969 ausfallen wird, sieht die Simonbank, Düsseldorf, für die Glanzstoff-Aktie kurzfristig Chancen für Kursgewinne.