Diversifikation ist ein modernes Zauberwort für alle Unternehmen, die sich auf einem eng begrenzten Markt bewegen. Daß sie nicht leicht zu erreichen ist, mußte auch die Deutsche Continental Gas-Gesellschaft, Düsseldorf, erfahren. Bislang betätigte sich das Unternehmen vornehmlich als Holding für Energieversorgungsunternehmen. Nach Gründung der Ruhrkohle AG verkaufte Conti-Gas die Steinkohlenbergwerke Westfalen AG und erwarb eine 30prozentige Beteiligung an dem Frankfurter Chemieunternehmen Rütgerswerke AG. Doch die Rütgers-Dividende von 16 Prozent ist nicht gerade ein Glanzpunkt in dem Kranz der Conti-Gas-Beteiligungen.

Immerhin erzielte der Conti-Gas-Konzern 1970 eine Verbesserung seiner Rendite von 8 auf 8,3 Prozent; der Gewinn pro Aktie blieb mit 16 Mark unverändert. Für 1970 wird wieder eine 14prozentige Dividende ausgeschüttet. Die gleiche Dividende wird den Aktionären auch für das laufende Geschäftsjahr zugesichert.

Obwohl heute schon feststeht, daß Conti-Gas in absehbarer Zeit das Kapital von gegenwärtig 85 Millionen Mark erhöhen muß, will die Verwaltung vorerst die erheblichen Investitionen auf dem Gebiet der Energieversorgung aus eigenen und mit langfristigen fremden Mitteln finanzieren.

An dem Kapital der Conti-Gas ist jetzt die Allianz mit rund 31 Prozent beteiligt, nachdem sie von der Schweizer Holdinggesellschaft Indelec eine Beteiligung von 6,7 Prozent übernommen hat. Die Maschinenfabrik Voith hält 25 und die Zürcher Elektrowatt 11 Prozent des Kapitals.

mh