In tiefroten Zahlen schlägt sich im Abschluß der Allianz Versicherungs-AG, Berlin/München, für 1970 die sprunghafte Schadenszunahme des letzten Jahres nieder. Die Allianz muß einen versicherungstechnischen Verlust von 127 Millionen Mark hinnehmen. Im Vorjahr war noch ein Überschuß von insgesamt 40 Millionen Mark verblieben.

Die Einnahmen aus dem "allgemeinen Geschäft" und die Kapitalerträge aus Vermögensanlagen vermochten das technische Minus nicht auszugleichen; es blieb ein "nicht-technischer" Überschuß von 99 Millionen Mark. Das Defizit: 28 Millionen Mark. Die Allianz entnahm der Rücklage für außergewöhnliche Schadensentwicklung 52 Millionen Mark. Nach Deckung des Verlustes sind 24 Millionen Mark "übrig", um 12 Prozent Dividende vorschlagen zu können.

Die Aktionäre bleiben also trotz des Verlustes (nach Steuern) von 30,40 Mark je 100-Mark-Aktie (gegenüber 52 Mark Gewinn im Vorjahr) weitgehend unberührt. Sie können im übrigen hoffen, daß sich das Ertragstief bald wieder verzieht. "Möglichst noch im August" sollen die Prämien der Kfz-Versicherung angehoben werden, denn die Beitragserhöhungen vom Januar, so heißt es, reichen nicht annähernd aus, um den Verlust wesentlich zu mindern.